Verbraucherzentrale Kempten

Vorsicht beim Surfen im Internet: Kemptener Verbraucherzentrale gibt Tipps

Eine Gefahr für Verbraucher im Internet: Versehentlich bei sogenannten Fake-Shops einkaufen.

Eine Gefahr für Verbraucher im Internet: Versehentlich bei sogenannten Fake-Shops einkaufen.

Bild: Jens Schierenbeck

Eine Gefahr für Verbraucher im Internet: Versehentlich bei sogenannten Fake-Shops einkaufen.

Bild: Jens Schierenbeck

Fake-Shops, untergeschobene Abos und Probleme mit Tickets: Die Kemptener Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie Bürger sich davor schützen können.
12.08.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Über 1160 Menschen hat die Kemptener Verbraucherzentrale 2019 ausführlich beraten. Zusätzlich erteilte Berater Andreas Winkler 1100 Kurzinformationen und Auskünfte. „Im Mittelpunkt standen dabei vor allem rechtliche Fragen beispielsweise zu Telefonverträgen, Inkassoforderungen oder Abo-Fallen“, sagt Winkler. Sehr gefragt waren auch die Themen Versicherungen, Altersvorsorge und Energiesparen.

Online-Shopping, Online-Dating oder Streaming von Filmen und Serien – das Internet ist inzwischen aus dem Alltag der meisten Verbraucher nicht mehr wegzudenken. „Doch es läuft nicht alles rund“, sagt Winkler. So waren Fake-Shops, untergeschobene Abos beim Online-Dating oder Probleme mit Ticket-Zweithändlern nur ein Teil der Themen, mit denen er in der Rechtsberatung zu tun hatte. Anlässlich des alljährlichen Weltverbrauchertages am 15. März machte die Beratungsstelle auf eine Gefahr aufmerksam, die ständig wächst: der Identitätsdiebstahl im Internet. Davon spricht man, wenn Kriminelle im Internet gestohlene Daten für Betrügereien verwenden. Mithilfe der erspähten Daten würden kostenpflichtige Abos abgeschlossen, Nutzerkonten eingerichtet oder Waren bestellt. Die Verbraucherzentrale halte Tipps bereit, wie sich Verbraucher schützen können und was im Ernstfall zu tun ist.

Verbraucher werden im Internet oft hingehalten

Unverständliche Rechnungen, untergeschobene Verträge und Probleme mit Drittanbietern – das waren nur drei von vielen Problemen mit Telefonverträgen. „Wenn sich Verbraucher an uns wandten, hatten sie oft bereits vergeblich versucht, ihre Rechte durchzusetzen“, berichtet Winkler. Oft wurden sie von den Unternehmen einfach hingehalten. Mit individueller Beratung und durch konkrete praktische Tipps habe man vielen helfen können. Falls erforderlich führe die Verbraucherzentrale eine außergerichtliche Rechtsvertretung durch, um die Interessen der Verbraucher durchzusetzen.

In Zeiten niedriger Zinsen sei die Altersvorsorge eine besondere Herausforderung. Für Verbraucher sei es schwer, sich im Produkte-Dschungel zu orientieren. Entsprechend hoch sei die Nachfrage nach einer persönlichen Beratung zur Altersvorsorge und Geldanlage, um sich über lohnenswerte Finanzprodukte Klarheit zu verschaffen. Auffällig waren laut Winkler die vielen Fragen zu Aktienfonds und ETF aber auch zu Riester und betrieblicher Rente.

Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Energiesparen

Besonders stark nachgefragt war die Beratung zum Energiesparen und zum energetischen Sanieren. Im Mittelpunkt standen laut dem Berater Fragen zur Heizungserneuerung und zu Fotovoltaikanlagen inklusive Batteriespeicher. Viele Ratsuchende nutzten einen Termin in der Beratungsstelle, um sich beispielsweise über Investitionen und Förderprogramme beraten zu lassen. Gefragt waren auch die verschiedenen Vor-Ort-Checks wie der Heiz-Check oder der Eignungscheck-Solar. Lesen Sie hier weitere Tipps für Verbraucher.

Wegen der Corona-Pandemie fand die Verbraucherberatung für längere Zeit online und telefonisch statt. Seit dem 15. Juli werden Verbraucher in der Vogtstraße 17 wieder persönlich beraten. Die Beratung findet nur nach Termin statt, um volle Wartebereiche zu vermeiden.