Bundestagswahl 2021

Wahlumfragen: CSU-Fraktionschef Kreuzer setzt auf Trendumkehr

Ilse Aigner in Buchenberg

Die CSU-Ortsverbände Weitnau-Wengen-Missen sowie Wiggensbach und Buchenberg feierten gemeinsam. Unter den zu ehrenden Mitgliedern war auch Alt-Landrat Gebhard Kaiser (links), der nun 50 Jahre bei der CSU ist. Die Festrede hielt Landtagspräsidentin Ilse Aigner (rechts).

Bild: Matthias Becker

Die CSU-Ortsverbände Weitnau-Wengen-Missen sowie Wiggensbach und Buchenberg feierten gemeinsam. Unter den zu ehrenden Mitgliedern war auch Alt-Landrat Gebhard Kaiser (links), der nun 50 Jahre bei der CSU ist. Die Festrede hielt Landtagspräsidentin Ilse Aigner (rechts).

Bild: Matthias Becker

Politik bei Brezeln, Bier und Blasmusik: CSU-Ortsverband Weitnau-Wengen-Missen feiert mit Buchenberg, Wiggensbach und Landtagspräsidentin Aigner 75. Geburtstag.
15.09.2021 | Stand: 12:42 Uhr

Politik bei Brezeln, Bier und Blasmusik – so schätzen viele Mitglieder ihre CSU. Lange waren wegen Corona keine großen Treffen möglich. Der CSU-Ortsverband Weitnau-Wengen-Missen verschob gar sein Fest zum 75. Geburtstag um ein Jahr. Jetzt feierte er mit den ähnlich alten Ortsverbänden Buchenberg und Wiggensbach im Hotel „Sommerau“. Mitgliederehrungen standen an und alle Redner machten deutlich, wie wichtig die Bundestagswahl sei.

Als Festrednerin sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die Erfolgsgeschichte der CSU gründe mit in der starken Verankerung in der Bevölkerung und somit vielen Ansprechpartnern vor Ort. Abgesehen von der Begrüßung aktiver und früherer Wegbegleiter blieb aber keine Zeit für große Rückblicke auf die Verdienste einzelner Mitglieder. Die hatten vor und nach den Reden Zeit zum Austausch auch bei Leberkäs und Kartoffelsalat, während die Musikkapelle Buchenberg spielte.

Bekenntnisse zu CDU-Kanzlerkandidat Laschet - Sind Substanzsteuern existenzbedrohend?

Am Rednerpult war vor allem die anstehende Wahl Thema – kombiniert mit Empfehlungen und Bekenntnissen zu CDU-Kanzlerkandidat Laschet. Dass die Menschen Arbeit haben, ist für Aigner die wichtigste Sozialpolitik. „Mit Drangsalieren bringt man die Wirtschaft nicht in Schwung“, sprach sich die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin für ein Gestalten mit der Wirtschaft aus. Essenziell seien mittelständische Betriebe; Substanzsteuern wie eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer könnten existenzbedrohend sein.

Applaus begleitete Aigner und danach CSU-Direktkandidatin Mechthilde Wittmann. Die sagte, Corona und Klimaschutz überlagerten den Wahlkampf. Nötig seien vernünftige, finanzierbare Konzepte. Es sei wichtig, sich für den eigenen Wahlkreis einzusetzen: „Die anderen schauen auch auf sich.“

CSU-Kreisvorsitzender Beißwenger: "Es kommt auf jede Stimme an"

„Politik gibt’s nicht nur auf der Sonnenseite“, sagte Thomas Kreuzer, Chef der CSU-Landtagsfraktion, als er zum Jubiläum gratulierte. Bei den gesunkenen Zustimmungswerten sieht er nun eine „Trendumkehr“: „Die Umfragen drehen sich.“ Kreuzer denkt, dass sich diese Trends bis zur Wahl beschleunigen. „Das ist immer so.“

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Recht zufrieden wirkte bei der Feier beispielsweise Mitglied Rudolf Hochenauer sen. – er erhielt für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der CSU Wiggensbach die Ehrennadel mit fünf Sternen. Die Unterschrift von Ministerpräsident Söder auf der Urkunde war ihm aber nicht genug. Er ließ auch Aigner, Alt-Landrat Gebhard Kaiser und Wittmann unterzeichnen. Dann saß er zufrieden am Platz. Unsicher? Keine Spur.

Im Rahmen der Feier langjährige Parteimitglieder geehrt

Viele langjährige Mitglieder ehrten die CSU-Ortsverbände Wiggensbach, Weitnau-Wengen-Missen und Buchenberg gemeinsam mit Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner bei der Feier. Besonders lang dabei sind:

  • 60 Jahre: Theo Buchenberg.
  • 50 Jahre und länger: Arnold Barth, Rudolf Hochenauer sen., Gebhard Kaiser und Dr. Horst Kollmann.
  • 40 Jahre und länger: Waltraud Anwander, Josef Bettendorf, Franz Ferber, Helga Freytag, Bernd Mayer, Margit Pirzer, Horst Rengstel, Willi Stannecker und Alois Weber.
  • 30 Jahre und länger: Konrad Mayr und Georg Notz.
  • 25 Jahre: Thomas Eigstler und Manfred Epple.

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