Wandern im Oberallgäu

Sanierter Wanderweg im Oberallgäu: Auf den Spuren von Carl Hirnbein

Missen Carl Hirnbein Weg

An der Rist-Alpe auf dem Carl-Hirnbein-Weg zwischen Weitnau und Wilhams haben Arbeiter ein großformatiges Foto der Alpwirtschaft angebracht.

Bild: Ralf Lienert

An der Rist-Alpe auf dem Carl-Hirnbein-Weg zwischen Weitnau und Wilhams haben Arbeiter ein großformatiges Foto der Alpwirtschaft angebracht.

Bild: Ralf Lienert

Die beliebte Verbindung zwischen Weitnau und Missen wird neu beschildert. Ein neues Maskotten erzählt Fakten zum Pionier Carl Hirnbein, Käse und das Allgäu.
13.05.2021 | Stand: 13:52 Uhr

Käsimir ist die neue Hausmaus auf dem Carl-Hirnbein-Weg zwischen Weitnau und Missen. Auf dem sieben Kilometer langen Wanderweg werden gerade über 40 Stationen mit Informationen rund um den Allgäu-Pionier neu beschildert.

„Käsimir erzählt spannende Dinge rund um Hirnbein, Käse und das Allgäu“, sagt Martina Wilhelm, Bürgermeisterin von Missen. Ihr Weitnauer Kollege Florian Schmid freut sich, dass der Weg nach 20 Jahren weiterentwickelt wird: Die neue Konzeption baut auf die Erfahrungen auf und passt die Grafik an. Die Idee zu Käsimar hatte Rosina Bauer aus Sibratshofen bei einem Schulwettbewerb in Missen-Wilhams.

Carl Hirnbein hat die Weichkäserei im Allgäu eingeführt

Ein Jahr dauerten die Vorarbeiten für die Stationen, die rechtzeitig zu den Pfingstferien fertig sein sollen. Schmid erinnert daran, dass Carl Hirnbein 1807 in Missen geboren wurde und vor 150 Jahren in Weitnau starb. „Durch die Einführung der Weichkäserei führte er seine Heimat aus wirtschaftlicher Not heraus.“ Außerdem sei Hirnbein auch Pionier des Tourismus im Allgäu: „Er eröffnete bereits 1851 ein Hotel auf dem Grünten.“ (Irrtümer über das Allgäu entdecken Sie hier.)

Neuer Wanderweg bei Weitnau: Weitere Wege ergänzen das Netz

Zum Verbindungsweg zwischen den beiden Orten gibt es noch vier weitere Wege: Dorfrunden in Weitnau und Wilhams, eine Kinderwaldrunde und eine Kinderwagen-Ausweichstrecke. „In unserem Kräutergarten gibt es über 100 verschiedene Kräuter zu entdecken, zu riechen und zu zupfen“, sagt Wilhelm.

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