Oberallgäu

Wassergebühren: Wie Oy-Mittelberg Landwirte entlasten will

Wie Oy-Mittelberg versucht Landwirte über Wassergebühren zu entlasten.

Wie Oy-Mittelberg versucht Landwirte über Wassergebühren zu entlasten.

Bild: Bernhard Weizenegger

Wie Oy-Mittelberg versucht Landwirte über Wassergebühren zu entlasten.

Bild: Bernhard Weizenegger

Bürgermeisterin Gudrun Steiner erklärt, wie Bauern weniger und Besitzer von Zweitwohnungen stärker belastet werden sollen.

05.08.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Die Trinkwassergebühren in Oy-Mittelberg steigen. Der Clou der Entscheidung liegt dabei in den Details. Sie entlasten die Landwirtschaft und nehmen Besitzer von Zweitwohnungen stärker in die Pflicht.

Laut Berechnung hätte der Kubikmeterpreis von 1,10 Euro auf 1,36 Euro angehoben werden müssen, um weiterhin kostendeckend zu sein, sagt Zweite Bürgermeisterin Gudrun Steiner. Vor allem für Nutzer mit hohem Verbrauch – wie etwa Landwirte – wäre das eine deutliche Steigerung gewesen.

Gemeinderat nimmt Vorschlag einstimmig an

Laut Steiner hat die CSU-Fraktion deshalb einen Vorschlag gemacht, der vom Gemeinderat schließlich einstimmig angenommen wurde: Der Kubikmeterpreis wird lediglich auf 1,20 Euro angehoben. Die Grundgebühr erhöht sich gleichzeitig gestaffelt um je etwa 50 Prozent.

Die Idee dahinter erklärt Steiner so: Haushalte, die sehr wenig Wasser verbrauchen, werden so überdurchschnittlich beteiligt. Denn obwohl sie oftmals nicht das ganze Jahr über vor Ort sind, müsse trotzdem die Infrastruktur und ausreichend Wasser vorgehalten werden. Zudem würden sie vor allem im Sommer, also in trockenen Zeiten, Wasser verbrauchen.

Die gefundene Regelung gehe zugunsten der Landwirte, die üblicherweise viel Wasser benötigen. Es handle sich um eine seltene Chance, konkret etwas für die Landwirtschaft zu tun.