Machbarkeitsstudie fast fertig

Wie Wasserstoff im Allgäu erzeugt und genutzt werden kann - Busse sollen zuerst damit fahren

Die Studie „HyAllgäu“ untersucht Möglichkeiten der Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff, hergestellt aus regenerativen Energien aus dem Allgäu.

Die Studie „HyAllgäu“ untersucht Möglichkeiten der Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff, hergestellt aus regenerativen Energien aus dem Allgäu.

Bild: Daniel Bockwoldt, dpa (Symbolbild)

Die Studie „HyAllgäu“ untersucht Möglichkeiten der Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff, hergestellt aus regenerativen Energien aus dem Allgäu.

Bild: Daniel Bockwoldt, dpa (Symbolbild)

Im Allgäu soll Wasserstoff aus regenerativer Energie hergestellt und genutzt werden. Ob und wie das möglich ist, soll nun eine Machbarkeitsstudie zeigen.
22.07.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Ende Juli treffen sich in Kempten bekannte Namen aus der Wasserstoffszene. Anlass ist die Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zur „Wasserstoffzukunftsregion Allgäu“. Dazu veranstalten der Kreis Oberallgäu und die Stadt Kempten als Initiatoren der Untersuchung ein Symposium an der Hochschule.

Die Studie „HyAllgäu“ untersucht Möglichkeiten der Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff, hergestellt aus regenerativen Energien aus der Region. Der Abfallzweckverband ZAK beispielsweise hat großes Interesse, Strom aus der Verwertung von Biomüll und Altholz in eine Produktion einzubringen.

"Reallabor" für eine regionale Wasserstoffwirtschaft

Die Ingenieurgesellschaft „bluemove consulting“ hat die Analyse erstellt. Die wissenschaftliche Begleitung übernahm die Hochschule. Auf dieser Basis entstehe nun ein „Reallabor“ für eine regionale Wasserstoffwirtschaft auf dem Gelände des Abwasserverbands in Kempten-Schlatt, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Der Aufbau von Abfüllstationen, Speichern und Tankstellen erfolge bei den Produktionsstandorten. Nahverkehrs-Busse in Oberstdorf, Lindau und möglicherweise Kempten sind als erste Abnehmer vorgesehen, regionale Entsorgungsfahrzeuge sollen folgen. Für beide Bereiche gibt es bereits Brennstoffzellenmodelle. (Lesen Sie auch: Bürgerforum und Wassersparen - Kempten und Lauben erhalten Preise für digitale Ideen)

Zusätzliche Aktivitäten in den Nachbarkreisen geplant - Bis 2035 CO2-freie Bodensee-Schifffahrt geplant

„HyAllgäu“ hat sich inzwischen mit den Nachbarlandkreisen vernetzt und plant zusätzliche Aktivitäten. Darüber hinaus ist mit „HyBodensee“ ein Projekt vorgesehen, das bis 2035 eine CO2-freie Schifffahrt ermöglichen soll. Die Abschlusskonferenz findet am 29. und 30. Juli auf dem Gelände der Hochschule Kempten statt. Die Zahl der Teilnehmer (nur mit Anmeldung beziehungsweise Teilnahmebestätigung) ist begrenzt. Fachvorträge werden auch online übertragen. Der erste Veranstaltungstag legt den Schwerpunkt auf die Produktion von grünem Wasserstoff. Am Freitag werden Einsatzgebiete im Mobilitäts-, Gebäude-, Energie- und Industriesektor behandelt. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion am Freitagnachmittag. Probefahrten in Wasserstoffautos und einem Bus mit Brennstoffzellenantrieb sind ebenfalls im Programm. (Lesen Sie auch: Wasserstoff-Zug soll ab Mitte 2023 zwischen Augsburg und Füssen fahren)

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Anmeldung zur Online-Teilnahme: www.hs-kempten.de/hyallgaeu-zoom