Wasserschultag in Altusried

Wenn die Iller Plastik ins Meer spült - Altusrieder Schüler lernen am Fluss

Wasserschultag Altusried

An der Iller verbrachten die Altusrieder Schülerinnen und Schüler ihren „Wasserschultag“.

Bild: Pure Water for Generations

An der Iller verbrachten die Altusrieder Schülerinnen und Schüler ihren „Wasserschultag“.

Bild: Pure Water for Generations

Schüler aus Altusried lernen bei einer Unterrichtsstunde im Freien mehr über heimische Gewässer. Dabei beginnt der Umweltschutz beginne vor der eigenen Haustür.
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Von Allgäuer Zeitung
03.08.2021 | Stand: 09:34 Uhr

Vier Tonnen Plastik fließen jeden Tag über die Donau ins Schwarze Meer, ein Teil davon aus der Iller stammend – mit diesem Bild im Kopf starteten 40 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Mittelschule Altusried in einen „Wasserschultag“. Dort lernten sie in Zusammenarbeit mit dem Verein „Pure Water for Generations“ mehr über heimische Gewässer und deren Schutz.

Plastik treibt über Donau, Iller und Isar vom Allgäu bis ins Schwarze Meer

Vereinsgründer Pascal Rösler war selbst mit einem sogenannten Stand-up-Paddle auf Flüssen bis ins Schwarze Meer unterwegs. In seinem Film „2467 km – Eine Reise bis ins Schwarze Meer“ zeigt er die Verschmutzung etwa an Isar, Donau und Iller. Ausgehend von der Iller-Hängebrücke konnten die Schüler ihre Eindrücke aus dem Film an verschiedenen Wasserstationen in der Realität weiter vertiefen. Rösler rät zum Beispiel: Wer in der Natur unterwegs ist, könne dort drei Dinge aufsammeln, die da nicht hingehören und dann richtig entsorgen. Umweltschutz beginne vor der eigenen Haustür.

Mit Paddelbrettern sind die Schüler auf der Iller in Altusried unterwegs

Neben Erlebnisstationen, Filmvorführung und Meditation waren die Schüler auch selbst mit Paddelbrettern auf dem Wasser unterwegs. Lehrer Martin Munk sagt: „Ein solcher Tag ist wertvoll, weil er die Schüler auf anschauliche Art zum Nachdenken über ihr Konsumverhalten und ihre Verantwortung bringt.“ Bis Ende Juli finden 20 weitere Wasserschultage in ganz Deutschland statt. Röslers Ziel ist es, dass das Wasser der Donau bis 2024 Trinkwasserqualität hat.

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