Kommentar

Widersprüchliche Corona-Regeln an Schulen: Der Ärger ist berechtigt

Die Vorgaben für Corona-Tests an Schulen sorgen bisweilen für Unverständnis.

Die Vorgaben für Corona-Tests an Schulen sorgen bisweilen für Unverständnis.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Die Vorgaben für Corona-Tests an Schulen sorgen bisweilen für Unverständnis.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Bei den Corona-Tests ergibt die eine oder andere Regel wenig Sinn: Unser Autor kann das Unverständnis mancher Eltern verstehen.
23.01.2022 | Stand: 18:14 Uhr

Kein Thema stößt derzeit auf so angespannte Nerven wie der Umgang mit der Corona-Pandemie. Es ist in Ordnung, wenn der Sinn mancher Maßnahmen nicht für alle sofort erkennbar ist: Die wenigsten Menschen sind auf dem Gebiet Fachleute. Da sollte sich jeder Einzelne selbst hinterfragen.

(Lesen Sie hier: Die unterschiedlichen Vorgaben bei Corona-Tests in Schulen sorgen für Unverständnis)

Allerdings darf erwartet werden, dass eine Regelung gut begründet ist. Im Fall der unterschiedlichen Test-Vorschriften für Kinder und ihre Lehrkräfte kann das Kultusministerium das nicht. Der Verweis, dass auch in anderen Berufen lediglich 3G gilt, überzeugt nicht: Richtige Vergleichsgruppe sind die Schülerinnen und Schüler. Denn sie verbringen mit der Lehrkraft Zeit im selben Raum; die Kinder übrigens verpflichtend. Im Falle der Maskenpflicht im Sportunterricht reicht das dem Kultusministerium, den Kindern zu ihrem eigenen Schutz besonders strenge Regeln aufzuerlegen.

Das ist ein Ungleichgewicht zulasten der Kinder

Wenn ungeimpfte Lehrkräfte ausschließlich Schnelltests machen müssen (geimpfte Lehrkräfte gar keine) – von unter anderem geimpften Kindern dagegen regelmäßig PCR-Tests verlangt werden, dann entsteht ein Ungleichgewicht zulasten der Kinder: Nicht aufgrund der Tests, zu denen sie verpflichtet sind; sondern weil ihre Lehrkräfte weniger strengen Testregeln unterliegen und damit ein höheres Risiko mitbringen, Kinder anzustecken. Ja, diese Kinder, von denen das Kultusministerium sagt, dass von ihnen überdurchschnittlich wenige geimpft sind. Der Ärger darüber ist berechtigt.

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