Neue Mobilität

Wollen die Oberallgäuer Mitfahrbänke?

Wer auf solch einer Mitfahrbank sitzt, der signalisiert: Ich will mitgenommen werden. Die Idee, ein solches Projekt in der Region zu etablieren, stammt aus Wiggensbach. Mehrere Gemeinden hatten bereits Interesse bekundet. Nun soll eine Umfrage im Oberallgäu zeigen: Ist der Bedarf da?

Wer auf solch einer Mitfahrbank sitzt, der signalisiert: Ich will mitgenommen werden. Die Idee, ein solches Projekt in der Region zu etablieren, stammt aus Wiggensbach. Mehrere Gemeinden hatten bereits Interesse bekundet. Nun soll eine Umfrage im Oberallgäu zeigen: Ist der Bedarf da?

Bild: Carsten Rehder/dpa

Wer auf solch einer Mitfahrbank sitzt, der signalisiert: Ich will mitgenommen werden. Die Idee, ein solches Projekt in der Region zu etablieren, stammt aus Wiggensbach. Mehrere Gemeinden hatten bereits Interesse bekundet. Nun soll eine Umfrage im Oberallgäu zeigen: Ist der Bedarf da?

Bild: Carsten Rehder/dpa

Verein startet Umfrage, ob das Interesse im Oberallgäu groß genug ist. Falls ja, soll ein Konzept für Mitfahrbänke erstellt werden.

28.08.2020 | Stand: 16:19 Uhr

Mancher bezeichnet sie als moderne Form des Trampens: Mitfahrbänke. Wie berichtet, sind solche auch im Oberallgäu geplant. Zuletzt war es ruhig geworden um das Projekt. Nun nimmt es wieder Fahrt auf: Demnächst startet eine Umfrage in den Gemeinden, sagt Eva Osterrieder, Geschäftsführerin des Vereins Regionalentwicklung Oberallgäu. Auch Bürger können ihr Interesse bekunden.

Der Verein will die Idee aufgreifen, die ursprünglich aus der Gemeinde Wiggensbach stammt. Dort hatte der damalige Grünen-Gemeinderat Michael Speith vorgeschlagen, im Gemeindegebiet Bänke aufzustellen. Wer dort Platz nimmt, signalisiert: Ich will mitgenommen werden. Fahrer, die noch Platz in ihrem Auto haben, können anhalten und den Fahrgast mitnehmen.

In Wiggensbach kam das Vorhaben gut an. Auch andere Orte wollten mitmachen. Zwischenzeitlich stieg die Regionalentwicklung Oberallgäu ein. Sie will in möglichst vielen Kommunen in der Region Mitfahrbänke einführen. Wollen das die Oberallgäuer überhaupt? Im September startet dazu laut Eva Osterrieder eine Umfrage.

Gibt es im Oberallgäu Bedarf für Mitfahrerbänkle?

Eine Frage, die den Gemeinden dabei gestellt wird, lautet zum Beispiel: Gibt es Bedarf, zusätzlich eine App einzurichten, um Mitfahrer und Fahrer zusammenzubringen? Der Verein fragt zudem ab, wo es günstige Standorte gibt. Sollen Bänke aufgestellt werden oder reichen Schilder? Wer in den Verwaltungen ist Ansprechpartner? Welche Bürger?

>> Mitfahrerbänkle: Die Redaktion hat's ausprobiert <<

„Die Umfrage dient auch dazu, herauszufinden, ob Mitfahrbänke überhaupt gefragt sind“, sagt Eva Osterrieder. Lautet die Antwort Ja, geht es um das Wie. Von A nach B ohne eigenes Auto zu kommen, ist im ländlichen Raum schließlich nicht immer ganz einfach, sagt Geschäftsführerin des Vereins. So auch nicht im Oberallgäu. „Die Fahrpläne des ÖPNV passen einfach nicht immer zu den Wünschen.“

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller begrüßt die Initiative. „Mitfahrbänke können eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV-Angebot sein. Viele Kommunen haben hier bereits gute Erfahrungen gemacht.“ Das Konzept sei einfach und schnell umsetzbar.

Vorschläge fließen ein

Auch die Immenstädter CSU startete Anfang des Jahres bereits eine Umfrage zu gewünschten Plätzen einer solchen Mitfahrbank. Die eingegangen Vorschläge sollen laut Eva Osterrieder in die Auswertung einfließen. Eine Bank ist in Immenstadt bereits restauriert und fertiggestellt. Diese wartet nun auf ihren Einsatz.

>> Im Ostallgäu ist die Gemeinde Wald Vorreiter bei den Mitfahrerbänken <<

Oberallgäuer Bürger, die sich für das Projekt interessieren, können sich bei der Regionalentwicklung Oberallgäu melden. Dort können sie auch Wünsche äußern, an welchen Standorten Mitfahrbänke aufgestellt werden sollen.

Kontaktdaten für die Umfrage zu Mitfahrerbänken

Kontakt: Wer Interesse hat, kann sich per Mail bei Eva Osterrieder melden: osterrieder@regionalentwicklung-oa.de