Weihnachten mit Energiekrise

Strom sparen an Weihnachten - Soll Kempten die Kerzen auslassen?

Stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung ist ein Markenzeichen für Kemptens Innenstadt. Aber wie leuchtet sie heuer in der Energiekrise? Soll die Stadt die Lichter runterdrehen oder abschalten?

Stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung ist ein Markenzeichen für Kemptens Innenstadt. Aber wie leuchtet sie heuer in der Energiekrise? Soll die Stadt die Lichter runterdrehen oder abschalten?

Bild: Ralf Lienert (Archivild)

Stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung ist ein Markenzeichen für Kemptens Innenstadt. Aber wie leuchtet sie heuer in der Energiekrise? Soll die Stadt die Lichter runterdrehen oder abschalten?

Bild: Ralf Lienert (Archivild)

Ein Stadtrat fordert, die Beleuchtung zu reduzieren und andere Möglichkeiten zu suchen. Den Weihnachtsmarkt will er davon ausnehmen. Umfrage: Was meinen Sie?
09.09.2022 | Stand: 10:59 Uhr

„Ja, is denn heut scho’ Weihnachten?“ Wer sich an den TV-Werbespruch von Franz Beckenbauer erinnert, hat mehr als zwei Jahrzehnte auf dem Buckel. Frühzeitig an Weihnachten denkt auch der Kemptener Stadtrat Joachim Saukel (FW-ÜP). Der Beauftragte für Tourismus und Stadtmarketing beantragt, heuer die weihnachtliche Beleuchtung in der Innenstadt zu reduzieren. Damit könne Kempten auch Vorbildcharakter haben, damit Bürger ihre private weihnachtliche Außenbeleuchtung ebenfalls begrenzen. (>>>Hier lesen Sie: So wollen Oberallgäuer Gemeinden im Winter Energie sparen)

Raus aus der Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen? "Jede eingesparte Kilowattstunde hilft"

Dabei hat Saukel nichts gegen weihnachtliche Beleuchtung. Im Gegenteil. „Da hängt mein Herz dran“, betont er, möchte keinesfalls komplett verzichten. Aber es heiße nun mal, dass „jede eingesparte Kilowattstunde ein Stück weit aus der Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen heraus hilft“.

Nun bittet Saukel die zuständigen Akteure (das City Management Kempten, den Eigenbetrieb Kempten Messe und Veranstaltung und Kempten Tourismus), Vorschläge für eine alternative Weihnachtsdeko zu erarbeiten. Festliche Stimmung zur Weihnachtszeit sei in der Innenstadt ein wichtiger Faktor für ein gutes Weihnachtsgeschäft, schreibt Saukel in dem Antrag. Um negative Folgen für Einzelhandel, Gastronomie und Hotelbranche zu vermeiden, sei es wichtig, nicht auf die gesamte Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten, sondern alternative Möglichkeiten zu prüfen. (>>>Lesen Sie auch: Preisschock im Allgäu: Strom und Gas werden immer teurer - Wann Kunden Heizöl und Pellets am besten bestellen)

Kempten könnte die bunten Lampions in der Fußgängerzone durch Sterne ohne Beleuchtung ersetzen

Man könnte etwa die bunten Lampions in der Innenstadt durch Sterne ersetzen, die nicht beleuchtet sind, aber zum Beispiel schön glitzern. Auch solarbetriebene Weihnachtsbeleuchtung wäre denkbar.

Weiter schlägt Saukel vor, auf die Lichterfriese und die aufgestellten Lichtelemente größtenteils verzichten – und ansonsten die Beleuchtungsdauer zu reduzieren. Das vom Beirat für Tourismus und Stadtmarketing beantragte Winterleuchten sollte verschoben werden. Ersatz könne an bestimmten Tagen ein Lichterfest ähnlich wie bei der Festwoche sein. Dafür rät Saukel, die Weihnachtsbäume auf dem August-Fischer-Platz und vor dem Zumsteinhaus zu behalten und den Weihnachtsmarkt von einer Reduzierung auszunehmen.

Was meinen Sie zum Thema Sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung?

Ist die Weihnachtszeit auch mit weniger künstlichem Licht möglich? Sollte die Stadt ganz darauf verzichten oder aber weiter voll leuchten?

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