Allgäuhalle in Kempten

Zur Zukunft der Allgäuhalle: Diese Ideen haben Kemptener

Wie geht es weiter mit der Allgäuhalle in Kempten?

Wie geht es weiter mit der Allgäuhalle in Kempten?

Bild: Ralf Lienert

Wie geht es weiter mit der Allgäuhalle in Kempten?

Bild: Ralf Lienert

Was wird aus der Allgähaulle, wenn die Viehauktionen ausziehen? In einem Fragebogen und während eines Workshops äußerten Kemptener ihre Wünsche und Vorschläge.
13.10.2020 | Stand: 10:47 Uhr

Welche Nutzung können sich Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen und Start-Ups für die Allgäuhalle vorstellen? Welchen Bedarf gibt es überhaupt? Die Stadt hat im Juli einen vierseitigen Fragebogen an 168 Adressaten geschickt, berichtete Thomas Kästle, Geschäftsführer der Firma Eloprop, dem Werkausschuss. Es habe insgesamt 34 Rückmeldungen gegeben – inklusive das Kulturquartier-Konzept für die „Halle für alle“ . „Es gibt ein breites Spektrum an Nutzern, die Raumbedarf hätten.“ (Lesen Sie auch: Vier Szenarien für die Allgäuhalle)

Räume für Kunst und Kultur

Auch die Allgäuer Zeitung hatte eine Umfrage unter ihren Lesern gestartet. Deren Ergebnisse decke sich weitgehend mit dem, was in den Fragebögen angegeben wurde, sagte Kästle. Unter anderem wünschen sich die Befragten Räume für Kunst und Kultur: etwa für Ausstellungen, Konzerte, Kleinkunst, Lesungen, Treffs und Workshops.

Andere können sich vorstellen, dass es in der Allgäuhalle künftig weiterhin Flohmärkte gibt. Außerdem genannt wurden zum Beispiel ein Wochenmarkt, eine Landwirtschaftsmesse, Kunst- und Designmärkte, nachhaltige Gastronomie, regionale Direktvermarktung sowie eine Armenküche.

Auch aus dem Sport-Bereich kommt Interesse

Interesse besteht nach Angaben von Kästle darüber hinaus an Räumen für Besprechungen, Vorträge, Diskussionsrunden, Jahresversammlungen und Schulabschlussbälle. Auch aus dem Sport-Bereich kamen Vorschläge: eine Halle zum Skaten, BMX-Fahren und Parkour-Training (Hindernislauf) beispielsweise.

Überdies besteht der Wunsch, in der Allgäuhalle Werkstätten zu ermöglichen. Auch Jugendarbeit, ein Gedenkort und inklusives Wohnen waren Themen.

Bestand nicht gefährden

Beim auf die Umfrage folgenden Workshop waren laut Kästle 45 Frauen und Männer dabei. Als Kernaussagen der Teilnehmer hielt er unter anderem fest: Die künftige Nutzung in der Allgäuhalle solle keine bestehenden Einrichtungen gefährden.

Wünschenswert sei ein zentraler Ort für bezahlbare niederschwellige Räume und Angebote. Zudem fehlten bislang ausreichend multifunktionale Räume. Schulen könnten sich die Allgäuhalle als Ort für Projekte vorstellen. Nachfrage gebe es zudem für einen Platz für junge Menschen, Vereine und Künstler mit Experimentierflächen.