Immobilien

Zwei Preise für die Kemptener Sozialbau

Von Axel Gedaschko (links) und Iris Jachertz vom DW-Fachmagazin bekam Sozialbau-Chef Herbert Singer den Zukunftspreis überreicht.

Von Axel Gedaschko (links) und Iris Jachertz vom DW-Fachmagazin bekam Sozialbau-Chef Herbert Singer den Zukunftspreis überreicht.

Bild: Sozialbau

Von Axel Gedaschko (links) und Iris Jachertz vom DW-Fachmagazin bekam Sozialbau-Chef Herbert Singer den Zukunftspreis überreicht.

Bild: Sozialbau

Der Branchenverband der Immobilienwirtschaft würdigt das "Kemptener Modell" mit dem Zukunftspreis. Den Denkmalpflegepreis des Landes erhält das Projekt "Alte Spinnerei".
10.10.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Gleich zwei Preise durfte das Kemptener Wohnbauunternehmen Sozialbau in jüngster Zeit entgegennehmen. Der GdW-Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hat das „Kemptener Modell“ mit dem DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft ausgezeichnet. Für den Umbau der „Alten Spinnerei“ in ein Bürogebäude gab’s den Bayerischen Denkmalpflegepreis (wie berichtet) .

Der GdW-Bundesverband würdigte konkret drei Projekte, die bezahlbares Bauen und Wohnen zum Ziel hatten: „Sheddach-Halle“, „Mehrgenerationen-Wohnen“ und „Wohnen im Calgeer-Park“. Axel Gedaschko, Präsident des GdW und Schirmherr, überreichte die Auszeichnung an Sozialbau-Geschäftsführer Herbert Singer während eines Online-Forums.

Auch mit unteren Einkommen erschwinglich

Die Jury würdigte das „Kemptener Modell“ als innovatives kommunales Modell zur sozial orientierten Wohnraumversorgung, das nicht nur Neubauten, sondern auch Umnutzungen und Modernisierungen teilweise denkmalgeschützter Gebäude einschließt. Gemeinsam mit der Stadt Kempten und dem Freistaat habe die Sozialbau so ein Finanzierungs- und Förderkonzept entwickelt, um bezahlbaren Wohnraum sowohl für untere als auch mittlere Einkommensschichten zu schaffen, lobte die Jury.

Beim „Kemptener Modell“ liegen die Mietpreise für 135 neu gebaute Mietwohnungen unterhalb der üblichen Ortsmiete. So entstehen Preise, die sich die Mittelschicht leisten kann. Zugleich werden etwa 200 Wohnungen aus dem Sozialbau-Bestand, die keinen sozialen Bindungen mehr unterliegen, vergünstigt an Bewerber mit Wohnberechtigungsschein vermietet.

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Bauministerin Kerstin Schreyer überreichte den Denkmalpflegepreis in Silber für die „Alte Spinnerei“ an Martin Langenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der Sozialbau (Zweiter von links).
Bild: Sozialbau

Vor dem Verfall gerettet

Ebenfalls eine hohe Auszeichnung erhalten hat das Sozialbau-Projekt „Alte Spinnerei“ in der Keselstraße. Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer und der Präsident der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau, Prof. Dr. Norbert Gebbeken, würdigten es mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis in Silber. Gelobt wurde die Rettung der Lagerhalle von 1825 vor dem Verfall.

Durch ein innovatives Rückverformungskonzept seien die durch Fäulnis geschädigten Decken sowie die gesenkten Stützen wieder in ihre ursprüngliche Lage gebracht worden. Heute nutzen auf rund 4000 Quadratmetern Bürofläche das Bfz (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft), das Jobcenter von Stadt und Landkreis und die Firma Dachser die Räumlichkeiten.