Online-Rechner im Internet

„Klimaneutrale Allgäuer“: Mit diesem Rechner können Sie Ihren eigenen CO2-Abdruck ermitteln

Eza-Geschäftsführer Martin Sambale zeigt einen „effizienten Kochofen“, wie er klimaschonend in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen soll - finanziert auch aus dem Allgäu.

Eza-Geschäftsführer Martin Sambale zeigt einen „effizienten Kochofen“, wie er klimaschonend in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen soll - finanziert auch aus dem Allgäu.

Bild: Thomas Schwarz

Eza-Geschäftsführer Martin Sambale zeigt einen „effizienten Kochofen“, wie er klimaschonend in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen soll - finanziert auch aus dem Allgäu.

Bild: Thomas Schwarz

Das Energie- und Umweltzentrum Eza in Kempten startet ein neues Projekt. Mit diesem Online-Rechner können Allgäuer jetzt die eigenen Emissionen ermitteln.
09.08.2022 | Stand: 09:03 Uhr

Wer einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will, hat dazu in der Region eine neue Möglichkeit: Man kann „Klimaneutraler Allgäuer“ werden. Federführend bei dem Projekt ist das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza).

„Wir wollen einen Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen leisten – weltweit und hier im Allgäu“, sagte Eza-Geschäftsführer Martin Sambale bei der offiziellen Präsentation in Kempten. Beim ebenfalls von der Eza mitgetragenen „Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030“ konnten bisher über 100 Unternehmen, Kommunen und Institutionen ihren Beitrag leisten – jetzt ist das für alle weiteren Bürgerinnen und Bürger möglich. Vier Schritte sind es bis zum „klimaneutralen Allgäuer“, erläuterte Sambale.

Wie können Allgäuer den eigenen CO2-Fußabdruck berechnen?

Dafür gibt es auf der Internetseite www.klimaneutraler-allgaeuer.de einen CO2-Rechner. Dabei wird abgefragt, wie die jeweilige Wohnung geheizt wird, was für ein Auto man fährt, wohin und mit welchem Verkehrsmittel man verreist oder wie man sich ernährt. In dem Schnell-Check, der wenige Minuten dauert, werden die eigenen Emissionen ermittelt und im Bundesvergleich eingeordnet.

Wie können Allgäuer Emissionen ausgleichen und regionale Projekte im Allgäu fördern?

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Die errechneten CO2-Emissionen können über ausgewählte, internationale Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. Zum Beispiel werden effiziente Kocher für die Menschen im afrikanischen Burundi finanziert, das Erzeugen von Biogas in Indonesien oder von sauberem Trinkwasser in Uganda. Zusätzlich gibt es Geld für regionale Projekte, die mehr Klimaschutz im Allgäu erreichen wollen. So hat der Verein „Foodsharing“ einen E-Transporter bekommen.

Beim Duschen sollte man Dauer und Temperatur reduzieren
Beim Duschen sollte man Dauer und Temperatur reduzieren
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Der CO2-Rechner beziffert individuell die Kompensation in Euro – je nach Verhalten zwischen 140 und 200 Euro pro Person und Jahr. Dieses Geld wird an das Projekt bezahlt und jährlich neu berechnet – in einer Art Abo. „Das läuft zwölf Monate und verlängert sich automatisch, wenn es nicht einen Monat vor Ende der Laufzeit gekündigt wird“, sagt Sambale.

Tipps & Tricks: Wie können Allgäuer CO2 reduzieren?

Die Teilnehmenden bekommen per Mail Tipps und Tricks, wie sie ihren CO2-Fußabdruck weiter reduzieren können. Außerdem erfahren sie, welche klimafreundlichen Initiativen es bereits heute in der Region gibt. Jeder „klimaneutrale Allgäuer“ bekommt zudem ein Zertifikat über sein Engagement und eine Bescheinigung, die bei der Steuererklärung als Spende angesetzt werden kann.

Wie können Allgäuer beim Klimaschutz dranbleiben?

Klimaneutrale Allgäuerin beziehungsweise klimaneutraler Allgäuer ist man idealerweise nicht nur ein Jahr, sagt Sambale. Entsprechend fänden auch die Schritte eins bis drei jedes Jahr neu statt.

Für das Projekt warb auch Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Mit der neuen Initiative werde deutlich, „dass auch kleine Veränderungen und Schritte einen Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffemissionen leisten können“. Als Beispiele nennt er, weniger verschwenderisch zu leben und möglichst regional einzukaufen. Das Leben dürfe aber auch weiterhin Spaß machen, sagte Thomas Kiechle. Auch die Kemptener Stadtverwaltung soll in rund zehn Jahren klimaneutral sein. Und auch er wolle privat einen Beitrag leisten, sagte der Oberbürgermeister: „Zuhause wird die Energieversorgung von fossil auf regenerativ umgestellt.“

Um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, reicht im Kühlschrank eine Temperatur von sieben Grad. Dann aber sensible Lebensmittel wie Eier oder Milch nicht im Türbereich lagern.

Um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, reicht im Kühlschrank eine Temperatur von sieben Grad. Dann aber sensible Lebensmittel wie Eier oder Milch nicht im Türbereich lagern.

Bild: Lino Mirgeler, dpa (Symbolbild)

Als Anreiz zum Mitmachen warb Sambale mit einem Gewinnspiel: Wer bis Ende September „klimaneutraler Allgäuer“ wird, kann einen Pizza-Ofen im Wert von 700 Euro sowie Hotelgutscheine fürs Allgäu gewinnen.

Infos und Anmeldung unter www.klimaneutrale-allgaeuer.de. Die Eza informiert über das Projekt auch an ihrem Messestand bei der Allgäuer Festwoche in Kempten vom 13. bis 21.August in Kempten.