Corona-Videoschalte

Landrätin lädt Merkel aufs Schloss Neuschwanstein ein - und bekommt diese Antwort

Wird das was mit einem Besuch von Angela Merkel auf Schloss Neuschwanstein?

Wird das was mit einem Besuch von Angela Merkel auf Schloss Neuschwanstein?

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/Bernd von Jutrczenka/dpa

Wird das was mit einem Besuch von Angela Merkel auf Schloss Neuschwanstein?

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) kam bei der Videoschalte mit Merkel zu Wort - und machte einen Vorschlag abseits von Corona.
21.02.2021 | Stand: 10:29 Uhr

Natürlich dominierte Corona am Freitag die Video-Konferenz der bayerischen Landräte und Oberbürgermeister mit Ministerpräsident Markus Söder, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn. Aber es gab zwischendurch auch mal leichtere Themen. So ergriff die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) die Gelegenheit, als sie als einzige unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Allgäu zu Wort kam, und lud Angela Merkel nach Schloss Neuschwanstein ein. Die Kanzlerin meinte darauf, im Amt werde ihr das zeitlich wohl nicht mehr gelingen, aber ob denn die Einladung auch noch hinterher gelte? „Selbstverständlich“, sagte Zinnecker.

Videoschalte mit Merkel: Landrätin spricht Grenzverkehr zwischen Tirol und dem Allgäu an

Vor der Einladung nach Neuschwanstein bat die Ostallgäuer Landrätin die Kanzlerin und den Gesundheitsminister, beim Impfen die Hausärzte mit einzubeziehen. Das sei gerade in ländlichen Gebieten notwendig. Für die Hotellerie und Gastronomie forderte Zinnecker eine bundesweite, mindestens aber eine bayernweite Öffnungsstrategie, „denn sonst haben wir wieder wie im vergangenen Jahr den Ausflugstourismus von Landkreis zu Landkreis und vollgeparkte Straßen und Wiesen“. Und für den sehr eingeschränkten Grenzverkehr zwischen Tirol und dem Allgäu regte die Landrätin an, die Liste der systemrelevanten Berufe zu erweitern.

Auch die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker nahm am Freitag an der Video-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 96 Landräten und Oberbürgermeistern aus Bayern teil. Ein Thema: Die Virus-Mutationen.
Auch die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker nahm am Freitag an der Video-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 96 Landräten und Oberbürgermeistern aus Bayern teil. Ein Thema: Die Virus-Mutationen.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Gegen Shopping-Tourismus

Ein einheitliches Vorgehen beim Lockern der Corona-Beschränkungen ist auch ein Anliegen des Memminger Oberbürgermeisters Manfred Schilder (CSU), der ebenfalls an der Videokonferenz teilnahm. Keiner wolle einen Shopping-Tourismus, sagt der Rathauschef. Er hat noch gut in Erinnerung, wie Memminger im Frühjahr ins benachbarte Baden-Württemberg fuhren, weil dort die Baumärkte im Gegensatz zu Bayern geöffnet hatten. Und so wäre es in seinen Augen auch nicht sinnvoll, wenn zum Beispiel jetzt in Kempten die Läden öffnen und Memminger dorthin zum Einkaufen fahren würden. Kempten hat derzeit den niedrigsten Inzidenzwert in der Region (18,8).

Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt

Er habe bei Merkel „ehrliches Interesse“ an den Problemen der Kommunen gespürt, sagt Schilder. Auch für den Unterallgäuer Landrat Alex Eder war es „gut investierte“ Zeit. Er vermisste aber grundsätzlichere Aussagen – beispielsweise zur Frage, ob der Inzidenzwert weiter das alles entscheidende Kriterium beim Aufstellen von Corona-Regeln bleiben sollte.

Lesen Sie auch
Die Kanzlerin auf dem Schreibtisch: Bayerische Kommunalpolitiker und Merkel tauschten sich in einer Videokonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie aus.
Corona-Pandemie

Impfen und Öffnen: So lief die Videoschalte der Kommunalpolitiker mit Merkel

Lesen Sie auch: Seit Wochen versuchen Familien mit dem zweiten Lockdown klarzukommen. Bei einer Videoschalte mit Kanzlerin Merkel flossen Tränen.