Memmingen/Kaufbeuren

Latta holt sich blutige Nase

Memmingen Indians - ESV Kaufbeuren

Memmingen Indians - ESV Kaufbeuren

Bild: Erwin Hafner

Memmingen Indians - ESV Kaufbeuren

Bild: Erwin Hafner

Einen Nasenbeinbruch erlitten hat der junge Kaufbeurer Stürmer Louis Latta im Eishockey-Testspiel gegen den Oberligisten ECDC Memmingen. Die Verletzung resultiert aus einer Schlägerei mit Indians-Neuzugang Nikolaus Meier.

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Von Manfred Jörg und Tobias Giegerich
05.09.2019 | Stand: 17:27 Uhr

Es lief die 26. Spielminute in einem ansonsten auffallend fairen Spiel: Der 33-jährige Meier und der zwölf Jahre jüngere Latta waren auf dem Eis ganz offensichtlich unterschiedlicher Ansicht über einen Zweikampf an der Bande. Aus dem Wortgefecht der beiden gebürtigen Schongauer wurde aber blitzschnell eine Schlägerei.

Eishockey-Kenner wissen: Das ist eigentlich eine ganz normale Sache. In der Vorbereitungszeit werden gerne mal Duftmarken gesetzt. Neuzugänge wollen beim eigenen Publikum gleich mal zeigen, was sie so alles drauf haben. Auch in puncto Härte. Diese war zumindest bei Meier nun übertrieben. Denn schon bald bestätigte sich der Verdacht, dass er seinem Gegenspieler das Nasenbein gebrochen hatte. Beide Spieler erhielten für ihr Verhalten 2+2+10 Strafminuten.

Abgesehen von dieser Verletzung war es eine Partie zwischen zwei Kooperationspartnern, die der höherklassige aus der DEL 2 von der ersten Sekunde an dominierte und in der er zur elften Minute bereits mit 3:0 in Führung lag. Im torlosen Mittelabschnitt fand der Oberligist in seiner ersten Partie der Saison dann langsam ins Spiel. Im Schlussdurchgang zeigte die Kurve aus Memminger Sicht weiter nach oben. Neuzugang Samir Kharboutli und Routinier Patrik Beck verkürzten in der 42. beziehungsweise 59. Minute auf 2:3. In der Schlussminute wäre den Indians in Überzahl und ohne Goalie sogar beinahe noch der Ausgleich gelungen. Insgesamt betrachtet ging der Sieg der Kaufbeurer, bei denen sechs Spieler fehlten, jedoch völlig in Ordnung.

Für ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl brachte der Test gegen Memmingen aufgrund der vielen fehlenden Spieler wenig Erkenntnisse. „Es war nichts Berauschendes“, meinte der 43-Jährige. Auch zur Boxeinlage Latta versus Meier äußerte sich Kreitl: „Das war von beiden Spielern unnötig und dumm.“ Eine solche Szene müsse in einem Testspiel nicht sein, meinte Co-Trainer Sebastian Osterloh. Der Saisonstart in einer Woche sei für Latta jedoch nicht in Gefahr. Für Kaufbeuren steht am heutigen Freitag (19.30 Uhr) zuhause das letzte Testspiel gegen den DEL-Klub ERC Ingolstadt an. „Das ist ein sehr guter Gegner, der viel Tempo und Qualität mitbringt“, sagt Kreitl.