Schnee im Allgäu

Lawinengefahr in den Allgäuer Alpen nach starken Schneefällen

In den Hochlagen der Allgäuer Alpen liegt der Schnee teils über 60 Zentimeter hoch.

In den Hochlagen der Allgäuer Alpen liegt der Schnee teils über 60 Zentimeter hoch.

Bild: Michael Munkler

In den Hochlagen der Allgäuer Alpen liegt der Schnee teils über 60 Zentimeter hoch.

Bild: Michael Munkler

Außergewöhnlich starker Wintereinbruch in den Allgäuer Alpen: Über 60 Zentimeter Schnee sind seit Freitag in den Hochlagen gefallen. Es besteht Lawinengefahr.
26.09.2020 | Stand: 16:23 Uhr

Starke Schnefälle führen in den Allgäuer Alpen zu Lawinengefahr. Darauf weist die bayerische Lawinenwarnzentrale hin. Oberhalb von 1.500 Metern Höhe sind seit Freitagmorgen teils über 60 Zentimeter Schnee gefallen.

Das bedeutet: Vorsicht bei Wanderungen - und zwar auch in den kommenden Tagen!

"In den nächsten Tagen werden die Temperaturen wieder ansteigen. Der Schnee kommt an steilen Hängen auf dem noch warmen Boden ins Rutschen", teilt die Lawinenzentrale mit. "Es ist mit Gleitschneelawinen auf glatten Wiesenhängen und Felsplatten und mit Lockerschneerutschen aus felsigem Steilgelände zu rechnen. Daher ist bei Wanderungen im verschneiten Gebirge derzeit besondere Vorsicht geboten."

Um den für viele überraschend frühen Wintereinbruch in den Bergen zu erleben, fuhren bereits am Freitag 500 Gäste mit der Kanzelwand-Bahn zur Bergstation in 1957 Metern Höhe. Auch die anderen Bergbahnen im Allgäu sind geöffnet.

Während im Allgäu nun der erste Schnee des bevorstehenden Winters fiel, ging die "weiße Pracht" in den österreichischen Bergen schon Anfang August nieder. Die Schneefallgrenze sank damals teilweise auf 2000 Meter. Auch die Zugspitze war schon zu diesem Zeitpunkt mit Schnee bedeckt. Mittlerweile liegt auf Deutschlands höchstem Berg (2.962 Meter) 70 Zentimeter Schnee.

September-Schnee in den Allgäuer Bergen keine Seltenheit

Schneefall in der zweiten Septemberhälfte ist im Allgäuer Gebirge keine Seltenheit. Deshalb treiben die Älpler traditionell auch das Vieh zwischen dem 10. und 20. September ins Tal. Der jetzige Wintereinbruch überrascht jedoch mit seiner Wucht.

Bilderstrecke

So hoch liegt der Schnee an der Kanzelwand

So kämpften dick eingepackte Mitarbeiter mit Schneeschaufeln und Schneefräsen bei stürmischem Wetter gegen die Schneehäufen an der Kanzelwand. "Bei den Szenen fühlte man sich eher an eine Gröndland-Expedition als an einen September-Ausflug im Allgäu erinnert", schildert unser Reporter Michael Munkler die Szenen vor Ort.

Am Sonntag soll das Wetter freundlicher werden

Drunten, in den Tallagen, setzt den Allgäuer dagegen Regen zu. Das war beim frühesten Winterbruch in der Region ganz anders: Am 2. Juni 1962 waren in der Stadt Kempten vier Zentimeter Schnee gemessen worden.

Schnee unterhalb von 1000 Metern ist am Wochenende in Bayern nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Am Sonntag soll es etwas freundlicher werden: "Im Süden viel Sonnenschein", prognostiziert der Deutschen Wetterdienstes (DWD) .

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