Lawinenwarndienst

Lawinengefahr in den Allgäuer Alpen trotz milder Temperaturen weiter sehr hoch

Wer am Wochenende in die Berge will, sollte sehr vorsichtig sein: Die Lawinengefahr ist trotz der milderen Temperaturen sehr hoch. Das hat auch einen Grund.

Wer am Wochenende in die Berge will, sollte sehr vorsichtig sein: Die Lawinengefahr ist trotz der milderen Temperaturen sehr hoch. Das hat auch einen Grund.

Bild: Erwin Scheriau, dpa/Archiv

Wer am Wochenende in die Berge will, sollte sehr vorsichtig sein: Die Lawinengefahr ist trotz der milderen Temperaturen sehr hoch. Das hat auch einen Grund.

Bild: Erwin Scheriau, dpa/Archiv

Wer am Wochenende in die Berge will, sollte sehr vorsichtig sein: Die Lawinengefahr ist trotz der milderen Temperaturen sehr hoch. Das hat auch einen Grund.
Wer am Wochenende in die Berge will, sollte sehr vorsichtig sein: Die Lawinengefahr ist trotz der milderen Temperaturen sehr hoch. Das hat auch einen Grund.
Von Allgäuer Zeitung
22.01.2021 | Stand: 11:14 Uhr

In Teilen der bayerischen Alpen ist die Gefahr von Lawinen trotz zuletzt milderer Temperaturen weiter erheblich. Nach Angaben des Lawinenwarndiensts vom Freitag gilt für Hochlagen in den Allgäuer, Werdenfelser und Berchtesgadener Alpen oberhalb von 2000 Meter Lawinenwarnstufe 3. In tieferen Lagen sei die Gefahr mäßig (Stufe 2).

Hauptproblem in den Hochlagen sei frischer Triebschnee, betonten die Experten. Dieser könne in manchen Fällen von einzelnen Skifahrern als Schneebrettlawine ausgelöst werden. Ebenfalls erhöht wird die Lawinengefahr demnach durch die fehlende Pistensicherung in Skigebieten.

Vor allem im Allgäu und vereinzelt im südlichen Oberbayern blieben wegen Lawinengefahr Wanderwege und Forststraßen vorerst gesperrt, unter anderem in Oberstdorf, Bad Hindelang und in Schliersee.

Für Ausflügler könnte es am Wochenende wetterbedingt im Alpenraum aber ohnehin ungemütlich werden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vom Freitag sollen die Temperaturen am Samstag wieder sinken, in den Allgäuer Alpen sind bis zu 20 Zentimeter Neuschnee möglich. Am Sonntag könnten stürmische Böen dazukommen. Zumindest die Lawinengefahr soll nach Angaben des Lawinenwarndiensts aber vorerst weiter zurückgehen.

Immer wieder Lawinenabgänge in den vergangenen Tagen

Lawinenabgänge hatten schon in den vergangenen Tagen in den Alpen mehrere Rettungseinsätze ausgelöst - zum Teil mit tragischem Ende. Im Zillertal etwas starb ein 15-jähriger Bub, als er am Mittwoch bei Schwendau von einer Lawine verschüttet wurde. Im Tannheimer Tal im Bereich Haldensee bei Nesselwängle (Tirol) verschüttete eine Lawine eine Straße auf einer Länge von mehreren Metern. Teilweise war die Fahrbahn vier Meter hoch mit Schnee verschüttet. Und auch unterhalb der Zugspitze ging vor einigen Tagen eine Lawine herunter. Hier wurde zum Glück niemand verletzt.

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