Bluttat in Bus in Obergünzburg

Lebenslänglich! Gericht verhängt Höchststrafe für 38-Jährigen, der seine Frau erstach

Das Kemptener Landgericht hat am Dienstag einen 38-Jährigen wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Das Kemptener Landgericht hat am Dienstag einen 38-Jährigen wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Bild: Martina Diemand

Das Kemptener Landgericht hat am Dienstag einen 38-Jährigen wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Bild: Martina Diemand

Weil er seine Frau in einem Bus in Obergünzburg erstochen hat, ist ein 38-Jähriger am Dienstag vom Landgericht Kempten zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
02.02.2021 | Stand: 18:29 Uhr

Das Kemptener Landgericht hat am Dienstag einen 38-Jährigen wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zugleich erkannten die Richter auf eine besondere Schwere der Schuld. Der Mann wird damit nicht nach 15 Jahren automatisch aus der Haft entlassen. (Alles zum Prozess erfahren Sie hier)

Die Richter sahen es in dem Mordprozess als erwiesen an, dass der afghanische Asylbewerber seine 27 Jahre alte Ehefrau und Mutter vier gemeinsamer Kinder mit elf Messerstechen in einem Linienbus bei Obergünzburg (Ostallgäu) ermordet hatte. Die Bluttat am 6. Juli des vergangenen Jahres hatte im ganzen Allgäu Entsetzen ausgelöst.

Vor der Tat hatte der Mann seine Frau immer wieder geschlagen. Die Frau hatte daraufhin für ihren Ehemann ein Kontaktverbot mit ihr erwirkt.

Zeugen berichten über die Beziehung des Paares

Am dritten Verhandlungstag am Dienstag hatten Zeugen berichtet, dass die Beziehung des 2015 nach Deutschland gekommenen Paares offenbar sehr problematisch war. Der Mann sei immer wieder eifersüchtig gewesen und habe seiner Frau ein Verhältnis mit einem anderen Mann unterstellt. Die 27-Jährige hatte offensichtlich große Angst vor den Gewaltausbrüchen ihres Partners.

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