Kirchen-Jubiläum

100 Jahre Pfarrei Willofs: Dazu entsteht eine neue Kirchen-Chronik

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Eine neue Chronik über die Willofser Kirche Sankt Johannes Baptist hat Michael Ego zusammengestellt. Sie ist ab 20. Juni erhältlich.

Bild: Michael Ego

Eine neue Chronik über die Willofser Kirche Sankt Johannes Baptist hat Michael Ego zusammengestellt. Sie ist ab 20. Juni erhältlich.

Bild: Michael Ego

100 Jahre Pfarrei Willofs: Michael Ego befasst sich mit der Kirche und schreibt ihre Historie in 5 Kapiteln auf. Was das Besondere an der Willofser Kirche ist.
12.06.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Dass die Chronik der Kirche Sankt Johannes Baptist in Willofs gerade um den 24. Juni 2021 erscheint, ist kein Zufall. Es ist der Johannistag. Und Johannes dem Täufer ist das Gotteshaus gewidmet, dessen Ursprünge in der Mitte des 15. Jahrhunderts liegen. Es war auch der Johannistag, an dem der Autor Michael Ego ein ganz besonderes Erlebnis in der Kirche hatte. Es ist der Tag der Sommersonnenwende. Und das Sonnenlicht, das durch die Butzenscheiben fiel, wanderte über das Altarbild von Johannes Kaspar.

Michael Ego hat eine Chronik über die Willofser Kirche verfasst.
Michael Ego hat eine Chronik über die Willofser Kirche verfasst.
Bild: Lisa Ego

Noch heute ist der 70-jährige Willofser von diesem Anblick ergriffen. Ein Höhepunkt bei seinen Recherchen, den er in der neuen Chronik „Historie Sankt Johannes Baptist Willofs“ beschreibt. Eigentlicher Anlass für diese neue Chronik ist aber der 100. Jahrestag der Erhebung von Willofs zur Pfarrei, die im Jahr 2020 zu feiern war. Die Chronik erscheint als 7. Teil der Obergünzburger Schriftenreihe (ISBN 978-3-00-065591-3).

Welche Kräfte haben die Menschen vor Hunderten vor Jahren dazu gebracht, in Willofs eine Kirche zu bauen?

Zu dieser Chronik inspiriert worden ist Michael Ego während seiner Zeit als Kirchenpfleger in Willofs. Das Kunstwerk „Die Erschaffung Adams“ von Michelangelo war es, das bei ihm die Frage hervorrief, welche Kräfte wohl vor Hunderten von Jahren die Menschen bewogen haben mögen, in Willofs eine Kirche zu errichten.

Seine Faszination für Johannes den Täufer geht aber schon viel weiter zurück. Sie habe bereits in seiner Zeit als Ministrant in Willofs – wo er 1951 geboren wurde – begonnen. Jetzt waren viele Dokumente, Fragmente, Urkunden, handgeschriebene Schriftstücke, Bücher und die Jahrbücher des ehemaligen Reichsstiftes Ottobeuren – Pater M. Feyerabend in fünf Bänden – zu bearbeiten, um die Datenschätze zu finden, nach denen Ego suchte.

Der jetzige Mariä-Vesperbild-Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart war eine sehr ergiebige Quelle

Als ganz besonders ergiebig für seine Arbeit hätten sich die bereits früher verfassten Chroniken der Willofser und der Obergünzburger Pfarrer erwiesen, wie Ego sagt. Besonders erwähnt hat er dabei Pfarrer Franz Xaver Gutbrod und Pfarrer Erwin Reichart, der jetzt als Wallfahrtsdirektor in Mariä Vesperbild tätig ist. Gelohnt habe sich aber auch sein Gang ins Obergünzburger Archiv, wo er zwei Kartons mit Dokumenten aus Willlofs durchforstete.

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Unterteilt ist die Chronik in fünf Kapitel. Neben der Baugeschichte finden sich unter anderem Aufzeichnungen über die Geistlichkeit in Willofs, eine Beschreibung des Lebens und Wirkens ihres Patrons Johannes der Täufer, Daten über kirchliche Gremien bis hin zu einer Erinnerung an den Wohltäter Martin Feneberg. Aktuell wird die Kirche saniert.

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