Wiederholungstäter vor Gericht

22-Jähriger aus dem Raum Marktoberdorf fährt immer wieder mit falschen Kennzeichen

Ein 22-Jähriger aus dem Raum Marktoberdorf stand nun in Kaufbeuren vor Gericht, weil er mehrfach mit einem unversicherten Auto mit falschen Kennzeichen gefahren ist.

Ein 22-Jähriger aus dem Raum Marktoberdorf stand nun in Kaufbeuren vor Gericht, weil er mehrfach mit einem unversicherten Auto mit falschen Kennzeichen gefahren ist.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Ein 22-Jähriger aus dem Raum Marktoberdorf stand nun in Kaufbeuren vor Gericht, weil er mehrfach mit einem unversicherten Auto mit falschen Kennzeichen gefahren ist.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Zum wiederholten Male ist ein Ostallgäuer (22), der gar keinen Führerschein hat, mit falschen Nummernschildern Auto gefahren. Warum er mit Bewährung davonkommt.
12.07.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Weil er zum wiederholten Mal mit einem falschen Kennzeichen am Auto erwischt wurde, musste sich ein 22-Jähriger aus dem Raum Marktoberdorf jetzt vor dem Kaufbeurer Amtsgericht verantworten. Die Polizei hatte ihn im Januar wegen einer nicht funktionierenden Anhänger-Beleuchtung angehalten. Dabei stellte sich heraus, dass die Nummernschilder an seinem nicht zugelassenen und unversicherten Pkw vom Auto seiner Frau stammten. Zudem hatte der junge Mann keinen Führerschein.

Mit französischen Kennzeichen über einen Kreisverkehr geschanzt

Bereits im Mai 2020 war er bei einem ähnlich gelagerten Vorfall aufgefallen. Damals war ein französisches Kennzeichen an seinem Fahrzeug montiert gewesen, mit dem ein Bekannter über einen Kreisverkehr geschanzt war. Weil der Pkw danach Öl verlor, konnte ein weiterer Autofahrer nicht mehr rechtzeitig abbremsen und kollidierte mit einem Hydranten. Am Auto entstand erheblicher Sachschaden.

Dieser Unfall wurde dem Angeklagten, der damals nur Beifahrer war, jetzt zwar nicht zur Last gelegt – dafür aber Kennzeichen-Missbrauch und der vorsätzliche Gebrauch eines Fahrzeugs ohne Haftpflichtversicherungsvertrag. Für den Vorfall im Januar kam auch noch Fahren ohne Fahrerlaubnis hinzu. Das Urteil lautete auf sieben Monate zur Bewährung und eine Geldbuße in Höhe von 1000 Euro. Außerdem wurde die zuständige Verwaltungsbehörde angewiesen, dem Angeklagten vor Ablauf einer einjährigen Sperrfrist keinen Führerschein auszustellen.

Warum der junge Familienvater aus dem Raum Marktoberdorf das Urteil sofort annahm

Im Prozess war der junge Familienvater, der bereits im vergangenen Jahr wegen eines ähnlich gelagerten Delikts zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, geständig und einsichtig. Die Richterin hatte jetzt im Urteil das Gefühl, dass die aktuelle Verhandlung auf ihn durchaus „Eindruck gemacht hat“. Sie wies aber auch mit Nachdruck darauf hin, dass dies „die letzte Chance“ sei. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an. Auch der Staatsanwalt verzichtete auf Rechtsmittel. Die Entscheidung ist somit rechtskräftig.

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