Ostallgäu

Abgestimmtes Konzept gegen Bahn-Barrieren

Mehr Barrierefreiheit an Bahnhöfen – darum ging es bei einem Gespräch der Behindertenbeauftragten, Waltraud Joa (Ostallgäu) und Josef Koppold (Aichach-Friedberg) mit Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart. Das Land Brandenburg und der Freistaat Bayern setzen sich mit einer Bundesratsinitiative für ein bundesweit abgestimmtes Bahnsteighöhenkonzept im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ein. Die Behindertenbeauftragten erörterten dem Minister daher im Bayerischen Landtag ihre Bedenken und Sorgen zu den verschiedenen Standardhöhen.

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Von az
27.10.2019 | Stand: 17:20 Uhr

Im Gespräch kündigte der Verkehrsminister im Beisein von Vertretern der Deutschen Bahn Station & Service AG an, dass bei kommenden Ausbauvergaben durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) die Barrierefreiheit Priorität hat. Außerdem wird bei allen Streckenausschreibungen der BEG eine Zugbegleitung zur Pflicht gemacht, die für mobilitätsbehinderte Personen wichtig ist. „Eine erfreuliche Ankündigung“, befand Joa. Denn unter anderem das Netzwerk Allgäu von Behindertenbeauftragten, Behindertenbeiräten und Offener Behindertenarbeit hatten das schon vor zehn Jahren gefordert. Die Richtung stimmt, attestierten auch Koppold und der Abgeordnete Peter Tomaschko (CSU). Am Rande des Termins ging es auch um den Rufbus. Dieses Konzept begrüßte Minister Reichhart sehr.