Konzern veröffentlicht Mitteilung nach Hacker-Angriff

AGCO/Fendt: Produktion an sechs Standorten läuft wieder - so sollen die Folgen des Hacker-Angriffs abgemildert werden

Nach dem Hacker-Angriff auf AGCO/Fendt läuft die Produktion an sechs Standorten in Deutschland wieder - darunter in Marktoberdorf.

Nach dem Hacker-Angriff auf AGCO/Fendt läuft die Produktion an sechs Standorten in Deutschland wieder - darunter in Marktoberdorf.

Bild: Mathias Wild

Nach dem Hacker-Angriff auf AGCO/Fendt läuft die Produktion an sechs Standorten in Deutschland wieder - darunter in Marktoberdorf.

Bild: Mathias Wild

Nachdem AGCO/Fendt sich am Montag nicht über den Stand nach dem Hacker-Angriff äußern wollte, hat der Konzern am späten Abend eine Mitteilung veröffentlicht.
##alternative##
Von Allgäuer Zeitung
17.05.2022 | Stand: 10:40 Uhr

Die sechs deutschen AGCO/Fendt-Standorte haben bereits am Montag wieder produziert. Dazu gehören der Stammsitz in Marktoberdorf (Landkreis Ostallgäu) sowie die Werke im niedersächsischen Wolfenbüttel, in Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt), Feucht, Asbach-Bäumenheim und Waldstetten (alle Bayern). Das gab der Mutterkonzern AGCO am späten Montagabend in einer Pressemitteilung bekannt, nachdem Ingrid Bußjäger-Martin, Geschäftsführerin für Finanzen und IT bei AGCO/Fendt in Marktoberdorf tagsüber noch nichts zum aktuellen Stand sagen wollte.

AGCO habe die Mehrheit der Produktionsaktivitäten wieder aufgenommen, heißt es in der Mitteilung weiter. Nach dem Hacker-Angriff, das Unternehmen spricht von einem sogenannten Ransomware-Cyberangriff, der am Donnerstag, 5. Mai, entdeckt worden war, seien die "Bemühungen des Unternehmens zur Wiederherstellung von Systemen und Geschäftsabläufen erfolgreich fortgesetzt" worden.

Die restlichen AGCO/Fendt-Standorte würden voraussichtlich im Laufe dieser Woche in Betrieb genommen. So könnten alle Fabriken und Teilebetriebe bis Ende dieser Woche in Betrieb sein.

AGCO/Fendt untersucht noch immer das Ausmaß und die Folgen des Datenverlusts

Lesen Sie auch
##alternative##
Jahresbilanz Fendt

"Der beste Traktor aller Zeiten": Fendt stellt neue Baureihe vor

Der US-amerikanische Mutterkonzern AGCO, einer der größten Agrarmaschinenhersteller der Welt, berichtete auch, dass es infolge des Ransomware-Cyberangriffs "zu einer Datenexfiltration" gekommen sei. Obwohl AGCO keinen Einzelhandelsbetrieb und daher keine datenschutzgeschützten Verbraucherdaten hat, prüft das Unternehmen immer noch den Umfang und die Folgen des Datenverlusts.

Lesen Sie auch: Fendt leidet noch immer unter dem Hackerangriff - wer war für die Attacke verantwortlich?

Bilderstrecke

Der Traktorenhersteller AGCO/Fendt aus Marktoberdorf: Das Unternehmen in Bildern

Produktion soll gesteigert und Angriffs-Folgen dadurch abgemildert werden

Obwohl Schäden durch den Hacker-Angriff eine "eingehendere und langwierigere Behebung und Wiederherstellung erfordern könnten als derzeit erwartet", geht das Unternehmen derzeit davon aus, den Produktionsverlust durch den Ransomware-Cyberangriff durch eine Produktionssteigerung im restlichen Jahr 2022 abmildern zu können.

Wie groß ist der Schaden nach dem Hacker-Angriff?

"Unsere Erwartungen in Bezug auf die Erholung von dem Ransomware-Cyberangriff sind zukunftsgerichtete Aussagen", heißt es in der Mitteilung weiter. Die Ergebnisse könnten "aus einer Reihe von Gründen erheblich von unseren aktuellen Erwartungen abweichen" - vor allem, "dass der Schaden an unseren Systemen größer ist, als erwartet". Möglicherweise könne man weiteren Hacker-Angriffen ausgesetzt sein. Darum könne die Wiederherstellung länger dauern als erwartet.

Lesen Sie auch: Hacker-Angriff auf Fendt in Marktoberdorf: "Geschäftsbetrieb für mehrere Tage beeinträchtigt"