Mühlbachdamm marode

Aitrang will sich so schnell wie möglich vor Überschwemmungen schützen

Die Gemeinde Aitrang will jetzt so schnell wie möglich den Mühlbachdamm sanieren, um sich vor Überschwemmungen (Symbolbild) zu schützen.

Die Gemeinde Aitrang will jetzt so schnell wie möglich den Mühlbachdamm sanieren, um sich vor Überschwemmungen (Symbolbild) zu schützen.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Die Gemeinde Aitrang will jetzt so schnell wie möglich den Mühlbachdamm sanieren, um sich vor Überschwemmungen (Symbolbild) zu schützen.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Der Mühlbachdamm in Aitrang wird jetzt so schnell wie möglich technisch saniert. Warum die Gemeinde dafür keine Zuschüsse erhält und wie es danach weitergeht.
08.07.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Um den Ortsbereich Aitrangs vor Überschwemmungen zu sichern, soll jetzt die technische Sanierung des Mühlbachdamms ohne staatliche Förderung so schnell wie möglich realisiert werden. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit zwei Gegenstimmen.

Die Uferverbauung aus Holz ist in Aitrang verrottet

Zuvor hatte Bürgermeister Michael Hailand daran erinnert, dass bereits 2017 vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) darauf hingewiesen wurde, dass der Mühlbachdamm zu sanieren ist. Denn seit 1929 ist die Gemeinde Aitrang vertraglich verpflichtet, den Damm zu unterhalten und instand zu setzen. Die einstige Uferverbauung aus Holz ist inzwischen verrottet. Sie existiert nicht mehr.

Weil entwurzelte Bäume Löcher in einen Damm reißen können, ist Baumbewuchs auf Deichen unzulässig. Deshalb wurden die vorhandenen Bäume gefällt. Da die Sanierung des Damms vom WWA aber nicht gefördert wird, hatte der Gemeinderat beschlossen, diese Sanierung gemeinsam mit einer Dorferneuerungsmaßnahme „Aufwertung des Mühlbachareals“ vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Schwaben fördern zu lassen.

Das ALE benötigt dafür aber ein Gesamtkonzept mit Bürgerbeteiligung und Gesamtplanung. Aus der Bevölkerung kamen dazu schon viele Anregungen. Erst jüngst wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich an einer zu gründenden Arbeitsgruppe zu beteiligen. Das Erstellen eines Gesamtkonzepts wird also noch einige Zeit beanspruchen.

Auch die Wurzelstöcke der gefällten Bäume verrotten

Bei einer Ortsbegehung im April mit dem WWA wurde festgestellt, dass auch die noch vorhandenen Wurzelstöcke der gefällten Bäume inzwischen verrotten, wodurch die Deichstabilität weiter abnimmt. Das WWA bestätigte hier schnellen Handlungsbedarf. Der beauftragte Planer hat laut Bürgermeister darauf hingewiesen, dass die Baubedingungen für eine Dammsanierung im Herbst/Winter am günstigsten sind. Entsprechende Finanzmittel seien im Gemeindehaushalt vorhanden. Zudem habe das ALE signalisiert, die Dammsanierung voraussichtlich nicht zu fördern.

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Nach kurzer Diskussion beschloss der Gemeinderat, das Projekt „Mühlbachdamm“ in zwei Maßnahmen zu unterteilen. Die Maßnahme „technische Sanierung Mühlbachdamm“ soll wegen ihrer Dringlichkeit ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln umgehend umgesetzt werden. Das Ingenieurbüro Ringler wurde mit der Ausführungsplanung und dem Einholen von Angeboten beauftragt.

Für die zweite Maßnahme wird in Aitrang eine Arbeitsgruppe mit Bürgerbeteiligung eingerichtet

Für die Maßnahme „Aufwertung Mühlbachareal samt Raumgestaltung für den sanierten Mühlbachdamm“ wird eine Arbeitsgruppe mit Bürgerbeteiligung eingerichtet, die ein Konzept für die Projektförderung durch das ALE ausarbeitet. Für dieses Konzept ist dann ein weiterer Ratsbeschluss nötig.

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