Ostallgäu

Aktionen und Projekte: Zwei Quartiersmanagerinnen berichten über ihre Arbeit

Birgit Martin (links) und Regina Wegmann sind als Quartiersmanagerinnen im Ostallgäu tätig.

Birgit Martin (links) und Regina Wegmann sind als Quartiersmanagerinnen im Ostallgäu tätig.

Bild: Monika Koch, Rosemarie Klimm

Birgit Martin (links) und Regina Wegmann sind als Quartiersmanagerinnen im Ostallgäu tätig.

Bild: Monika Koch, Rosemarie Klimm

Quartiersmanagerinnen zeigen, wie die altersgerechte Entwicklung von Kommunen gelingen kann - wie in Ruderatshofen, Aitrang und Irsee.
09.01.2022 | Stand: 04:00 Uhr

In der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen und im Markt Irsee sind seit einem Jahr Quartiersmanagerinnen für die Umsetzung generationengerechter Gemeindeentwicklungskonzepte im Einsatz. Weitere Gemeinden im Landkreis planen dies ebenfalls. Auf Einladung des Landratsamtes haben sich die Quartiersmanagerinnen sowie die Bürgermeister und gemeindliche Seniorenbeauftragte interessierter Gemeinden digital zu einem Austausch getroffen.

Die Quartiersmanagerinnen Bianca Martin (Markt Irsee), Birgit Martin (Gemeinden Ruderatshofen und Aitrang im Verbund) sowie Regina Wegmann (Gemeinden Biessenhofen und Bidingen im Verbund) zeigten auf, wie trotz erschwerter Bedingungen durch die Pandemie verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden konnten. Dazu zählen neu gegründete Nachbarschaftshilfen, die Gründung mehrerer Netzwerke und ein regelmäßig erscheinendes „Seniorenblättle“.

Kuchenbackaktion und vieles mehr

Erste Aktionen fanden bereits statt, so bastelten zum Beispiel Senioren und Kinder gemeinsam Sterne in der Adventszeit. Diese wurden in den Kirchen aufgehängt. Auch die Kuchenbackaktion „Back mer´s“ sowie das Angebot „Kinder malen für Senioren“ fanden demnach Anklang.

Die Quartiersmanagerinnen berichteten zudem, dass der Markt Irsee ein Seniorenwohnprojekt plane – mit einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und einem Mehrzweckraum, den zum Beispiel auch Vereine nutzen können. Angesprochen wurde auch das Förderprogramm „Selbstbestimmtes Leben im Alter – SeLA“ des Freistaates Bayern.

Die alters- und alternsgerechte Quartiersentwicklung hat das Ziel, dass ältere und hilfsbedürftige Menschen möglichst lange in der Heimatgemeinde und den gewohnten Strukturen verbleiben können. Planerischen Rahmen für passende regionale Unterstützungsstrukturen bilden die Quartierskonzepte. Die von den Gemeinden eingesetzten Quartiersmanagerinnen stehen als „Kümmerinnen“ vor Ort mit Informationen, Beratung und Vermittlung allen Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.

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Die Bürgermeister Alfons Haf aus Pfronten und Robert Protschka aus Waal sowie Christine Hantschel, Seniorenbeauftragte der Stadt Buchloe, vertraten ihre Kommunen. Diese machen sich gerade auf den Weg zur generationengerechten Gemeindeentwicklung oder sind im Förderprozess schon vorangeschritten. Die Gemeindevertreter hatten im Austausch die Gelegenheit, sich über den Mehrwert von Quartierskonzepten zu informieren. Es wurde deutlich, dass die Erarbeitung und Umsetzung entsprechender Konzepte eine große Chance und Steuerungsmöglichkeit darstellt, die Gemeinde auf die zukünftigen Bedarfe ihrer Bürgerinnen und Bürger auszurichten.

Wer Gemeinden fachlich berät

Irmgard Haberberger, Seniorenbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, unterstrich bei dem Online-Treffen ihren Auftrag, die Gemeinden fachlich zu beraten sowie die Motivation und Werbung für dieses wichtige Thema zu unterstützen. Sie stehe allen Gemeinden zur Verfügung, die ebenfalls Interesse an einer generationenfreundlichen Quartiersentwicklung haben oder hierzu Fragen stellen möchten.