Bauprojekt bei Kraftisried

Ausbau der Kreisstraße bei Kraftisried: Im Mai sollen die Bagger anrücken

Im Mai 2022 soll es losgehen: Die Kreisstraße bei Kraftisried wird ausgebaut.

Im Mai 2022 soll es losgehen: Die Kreisstraße bei Kraftisried wird ausgebaut.

Bild: Anne Wall (Symbolbild)

Im Mai 2022 soll es losgehen: Die Kreisstraße bei Kraftisried wird ausgebaut.

Bild: Anne Wall (Symbolbild)

Ausbau der Kreisstraße von Kraftisried nach Unterthingau ist Thema im Gemeinderat. Neben der Straße entsteht ein Geh- und Radweg. Und im Mai geht es los.
09.12.2021 | Stand: 04:00 Uhr

Hauptthema der Gemeinderatssitzung in Kraftisried waren der geplante Ausbau der Kreisstraße OAL 10 samt Geh- und Radweg. Dabei gab es mehrere gute Nachrichten: So werden von 31.878 Euro Kosten für den künftigen Geh- und Radweg von Kraftisried entlang der OAL 10 nach Unterthingau wohl nur zehn Prozent am Kraftisrieder Haushalt hängen bleiben. Denn 80 Prozent der Aufwendungen werden gefördert, den Rest teilen sich der Landkreis Ostallgäu und die Kraftisrieder Kommune.

Kraftisried: Warum war ein Beschluss des Gemeinderats nötig?

Warum es dafür trotzdem einen Beschluss des Gemeinderats gebraucht hat? Das liege daran, dass Kraftisried federführend die Arbeiten organisieren müsse, wie es im Gemeinderat hieß. Die rechnerische Abwicklung des vom Planungsbüro Mühlegg & Weiskopf ausgearbeiteten Projekts macht dann aber wieder die Kreisbehörde.

Für den entsprechenden Ausbau der Kreisstraße OAL 10 selbst lag ein Angebot über 49.320 Euro vor. Zunächst müssen allerdings laut Kraftisrieds Bürgermeister Michael Abel hydraulische Berechnungen für die bei der Jägermühle gelegenen Brücke vorliegen. (Lesen Sie auch: 42 Jahre von der Idee bis zum Spatenstich - Warum die Ortsumfahrung Ruderatshofen erst jetzt gebaut wird)

Der Baubeginn für Geh- und Radweg sowie für den Ausbau der Kreisstraße ist für Mai 2022 vorgesehen. Der Weg werde links, also nördlich der Straße verlaufen. Dadurch könnten die Bäume rechts der Straße bestehen bleiben. Und dank einer kleinen Verschmälerung der Fahrbahn werde es sogar möglich, auch die Bäume links davon zu erhalten, hieß es. Für den Straßenausbau entstehen der Gemeinde Kraftisried keine Kosten. Der Geh- und Radweg wiederum ist übrigens Teil des im Landkreis avisierten Alltags-Radwegenetzes - daher auch dessen Förderung.

Das neue Dorfgemeinschaftshaus und die Wasserversorgung waren Thema im Gemeinderat

  • Dorfgemeinschaftshaus: Um eine noch etwas größere Summe ging es bei der Beratung darüber, wer aufgrund der Vergabeangebote die Lüftung im neuen Dorfgemeinschaftshaus übernehmen soll. Für die Lüftungsanlage im Gastraum und in der Küche hatte die Gemeinde mit 116.000 Euro kalkuliert. Mit 108.589 Euro stellte sich die benachbarte Aitranger Lüftungstechnikfirma Dietrich als günstigster Anbieter heraus und erhielt den kommunalen Zuschlag. Der Aufwand sei dabei laut Bürgermeister Abel aber auch auf das Minimalste ausgelegt worden, sodass man ohne Wärmerückgewinnung auskomme und deshalb preislich sparen könne.
  • Wasserversorgung: Erstellt wurde rund um die Anlage der Wasserversorgung Heuwang in Kraftisried als Einfriedung ein senkrechter Fotovoltaik-Zaun (wir berichteten). Er umschließe das Gelände komplett und liege knapp außerhalb des Wasserschutzgebietes I. Daduch wurde diese Baumaßnahme überhaupt erst baurechtlich möglich. Mithilfe des Zauns könne man zu 80 Prozent den hier benötigten Strom selber erzeugen. Jetzt gebe es laut Bürgermeister Abel die Überlegung, ob die Gemeinde auch auf dem Dach eine Fotovoltaik-Anlage installieren sollte, die rund 30 kWh Strom produzieren könnte: „So eine Anlage steht und fällt mit dem Eigenverbrauch!“ Das wäre ein Vorbild-Projekt, denn damit wären alle öffentlichen Gebäude Kraftisrieds mit klimafreundlichen PV-Anlagen bestückt, so war der allgemeine Tenor im Gemeinderat.

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