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Ausbau des Mobilfunknetzes in Aitrang geht weiter

In Aitrang-Nord soll ein neuer Mobilfunk-Mast errichtet werden.

In Aitrang-Nord soll ein neuer Mobilfunk-Mast errichtet werden.

Bild: Olaf Winkler (Symbolbild)

In Aitrang-Nord soll ein neuer Mobilfunk-Mast errichtet werden.

Bild: Olaf Winkler (Symbolbild)

In Aitrang-Nord könnte demnächst ein neuer Mobilfunkmast entstehen. Wie die Telekom dabei die Gemeinde beteiligt.
In Aitrang-Nord soll ein neuer Mobilfunk-Mast errichtet werden.
Von Rosemarie Klimm
14.01.2021 | Stand: 15:16 Uhr

Im Bereich Aitrang will die Telekom ihr Mobilfunknetz bedarfsgerecht ausbauen. In seiner ersten Sitzung des neuen Jahres ließ sich der Gemeinderat deshalb darüber informieren, wie und wo in Aitrang ein für alle Seiten idealer Mobilfunkstandort gefunden werden kann.

Ziel des geplanten Mobilfunknetzausbaus durch die Telekom sei, möglichst vielen Menschen einen mobilen Zugang zum schnellen Internet zu verschaffen, sagte Bürgermeister Michael Hailand. Schließlich gingen Prognosen davon aus, dass der Bedarf an Mobilfunkleistungen weiter stark steigen wird. Denn der Trend zu mehr Digitalisierung und viele technische Anwendungen ließen derzeit die via Mobilfunk übertragenen Daten jährlich um 60 Prozent steigen.

"Mobilfunknetz ist wichtiger Teil der Breitbanderschließung"

Eine gute Erschließung mit Breitbandtechnologien genieße hohe Priorität und sei ein wichtiger Standortvorteil für eine Gemeinde, so der Bürgermeister weiter. Dabei sei Teil der Breitbanderschließung auch das Mobilfunknetz.

Dazu sind geeignete Standorte für die Sende- und Empfangsanlagen wichtig. Für Aitrang-Nord wurde von der Deutschen Telekom Technik GmbH Bedarf für einen entsprechenden Standort festgestellt.

"Gemeinde kann 5G-Sendeanlagen nicht aussperren"

Ausschlaggebend für die Auswahl eines Standorts sind Faktoren wie Baubarkeit, Baukosten, Lage, Höhe der genutzten Liegenschaft sowie dessen Begehbarkeit und Erschließung. Dabei hat die Gemeinde laut Hailand keine rechtlichen Möglichkeiten, insbesondere sogenannte 5G-Sendeanlagen aus ihrem Gemeindegebiet „auszusperren“. Doch wird die betroffene Kommune nach dem Bundes-Immissionsschutzrecht bei der Auswahl von Standorten beteiligt.

Da aber die Mobilfunkerschließung durchaus auch kritisch gesehen wird, weil Beeinträchtigungen von Umwelt und Gesundheit befürchtet werden, war Diplomphysiker Wilhelm Kielmann, Krumbach von der Deutschen Funkturm GmbH als Experte zu der Gemeinderatssitzung eingeladen worden. Er informierte ausführlich, zum Beispiel auch über festgesetzte Ganzkörper- und Teilkörpergrenzwerte für die Erwärmung von Körperzellen. Dabei verwies er darauf, dass die Strahlung eines Sendemastes abnehme, je näher sich das Endgerät (Handy) am Sender befinde.

"Bei schlechtem Empfang ist die Strahlung stärker"

Die Wissenschaft diskutiere deshalb nicht über den Abstand zwischen Funkmast und Benutzer, sondern zwischen Endgerät und Nutzer. Weil bei schlechtem Empfang die Strahlung stärker sei, wäre ein Funkmast direkt im Dorf am günstigsten.

Für Aitrang seien drei mögliche Standorte ermittelt worden, sagte Kielmann. Insbesondere ging er auf den im Bereich Aitrang-Nord ein.

An einem Flutlichtmast am Sportplatz?

Dort könnte die Antenne an einem Flutlichtmast am Sportplatz oberhalb der Beleuchtung angebracht werden. Kielmann stellte sich zum Schluss den zahlreichen, fundierten Fragen aus dem Gremium. Eine Entscheidung soll erst in einer der nächsten Sitzungen fallen.