Betrüger im Allgäu

Bankmitarbeiterin macht 54-Jährige auf Betrüger aufmerksam und verhindert hohe Geldüberweisung

In den vergangenen Wochen sind im Allgäu immer wieder Fälle von Telefonbetrug aufgetaucht. So auch vergangene Woche in Marktoberdorf.

In den vergangenen Wochen sind im Allgäu immer wieder Fälle von Telefonbetrug aufgetaucht. So auch vergangene Woche in Marktoberdorf.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

In den vergangenen Wochen sind im Allgäu immer wieder Fälle von Telefonbetrug aufgetaucht. So auch vergangene Woche in Marktoberdorf.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

Eine 54-Jährige ist in Marktoberdorf auf Betrüger reingefallen. Die männlichen Anrufer versprachen ihr einen hohen Gewinn, doch dafür musste die Frau zahlen.

28.07.2020 | Stand: 13:20 Uhr

Eine 54-jährige Frau ist zwischen Donnerstag und Samstag letzter Woche Betrügern aufgesessen. Verschiedene männliche Anrufer hatten in mehrfachen Telefonaten über mehrere Tage das Vertrauen der Frau gewonnen und ihr einen Gewinn in Höhe von 146.000 Euro versprochen.

Dafür sollte die Frau laut Polizei 206 Euro an Notargebühren überweisen, was sie auch tat. Daraufhin forderten die Betrüger weitere 3.800 Euro Transfergebühren. Die Frau wollte auch diese bezahlen, wurde aber von einer aufmerksamen Bankangestellten auf die Betrugsmasche hingewiesen und so von einer weiteren Überweisung abgehalten.

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Polizei warnt vor solchen und ähnlichen Betrugsmaschen

Nach diesem Schema laufen immer wieder betrügerische Anrufe ab, meist von Callcentern aus dem Ausland. Den Angerufenen werden Gewinne in Aussicht gestellt, für die dann noch Steuern oder Gebühren fällig werden sollen, bevor sie überreicht werden können. Diese Gewinne existieren nicht.

Die Polizei registrierte im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren 2020 bereits 20 Fälle mit der Masche, 14 mal waren Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Ostallgäu betroffen, sechs Mal aus Kaufbeuren.

Insgesamt meldeten sich 2020 bislang schon 135 betroffene Personen bei einer der Polizeidienststellen im Präsidium Schwaben Süd/West, um eine entsprechende Anzeige zu erstatten. In neun Fällen hatten die Gauner Erfolg, dabei entstand bisher ein Gesamtschaden von nahezu 40.000 Euro.

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Wie man sich vor Betrügern schützen kann

• Sich bewusstmachen: Wenn man nicht an einer Lotterie teilgenommen hat, kann man auch nichts gewonnen haben.

• Niemals Geld ausgeben, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern. Keine Gebühren oder gebührenpflichtigen Sondersummen zahlen (gebührenpflichtige Sondernummern beginnen z.B. mit der Vorwahl: 0900..., 0180..., 0137...).

• Keine Zusagen am Telefon machen.

• Niemals persönliche Informationen am Telefon weitergeben (Dazu zählen auch Bank- und Kreditkarten-Details).

• Sich am Telefon nicht unter Druck setzen lassen.

• Das Geld niemals unbekannten Personen übergeben.