Unterthingau

Bei Kita-Neubau drängt die Zeit

Der Neubau einer Kindertagesstätte sowie die bauliche Kanalsanierung in mehreren Ortsteilen und Weilern waren die Hauptthemen im Marktgemeinderat Unterthingau. „Da bereits eine Kindergartengruppe bis 2020 in die Schule ausgelagert ist, besteht die Notwendigkeit, den Bedarf anderweitig zu decken“, sagte Bürgermeister Bernhard Dolp zum geplanten Kita-Neubau, der an den bestehenden Kindergarten anschließt.

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Von hep
05.04.2019 | Stand: 14:28 Uhr

„Es drängt die Zeit“, betonte Dolp. Laut Maximilian Schrägle von „B2 Architektur und Bautechnik“ in Kaufbeuren könnten „die Baumeisterarbeiten noch im Spätherbst beginnen“. Planer Schrägle stellte den Räten den Planungsentwurf für den Kita-Neubau vor. Dabei informierte er über Kombigruppenraum, Nebenräume, Mehrzweckraum, Parkplätze, Elternwartebereich, Küche und Essensraum. Zudem zeigte er eventuelle Möglichkeiten einer späteren Erweiterung auf.

Ein wichtiges Thema war die Sanierung des Regenwasserkanals in Reinhardsried. Hier gibt es laut Ralph Mimler von der Augsburger Firma RIWA erhebliche bauliche Mängel. Nach Untersuchungen und einer detaillierten Geländevermessung geht es in die Vorplanung und Kostenschätzung. „Wir haben hier Handlungsbedarf. Der Kanal ist zu klein und sanierungsbedürftig“, sagte Dolp. Ratsmitglied Richard Schindele sprach sich dafür aus, ein Alternativangebot einzuholen, Anton Schrägle interessierte das „Drosselverfahren“.

Seinen Vortrag über die Kanalsanierung in Reinhardsried, Büchel, Oberthingau und Ried hatte Mimler zuvor mit allgemeinen Ausführungen begonnen. So zählte es Mimler zu den hoheitlichen Aufgaben einer Gemeinde, für ein funktionierendes und baulich einwandfreies Kanalsystem zu sorgen. Auch um eventuelle Schadenersatzansprüche abzuwenden, wurde die Werterhaltung des Kanalnetzes bereits 2014 ermittelt.

„Sie haben hier ein sehr gutes Kanalnetz“ sagte Mimler, „doch es gibt einige Zustandsbewertungen, die mit baulichen Maßnahmen verbunden sind“. Oberstes Gebot sei nach wie vor, dass kein Schmutzwasser ins Grundwasser gelange, „hier gibt es klare Zustandsklassen, wie kurzfristig bauliche Maßnahmen erfolgen müssen“, sagte Mimler.

Die Räte Manfred Fendt und Wolfgang Schrägle stellten nach Mimlers Vortrag Fragen zu Schadensverlauf sowie Kosten- und Zuschussberechnungen. Für zu viel Aufwand hielt Reinhold Mayr doppelte Sichtungsprüfungen der defekten Leitungen und 50 Schächte. Am Ende erhielt die Firma Riwa vom Gemeinderat den Auftrag zur Kanalsanierung.

Der beantragte Bau eines Mehrfamilienhauses mit 15 Wohneinheiten in der Reichenbachstraße stieß auf Zustimmung. Dolp sieht den Bau als sinnvolles, gutes Stück der Weiterentwicklung des Marktes an. Abschließend informierte Dolp über die Anliegerversammlung bezüglich der schwierigen Parkplatzsituation am Kirchenweg.