Alles Bio oder was?

Als zweiter Betrieb im Ostallgäu: Diese Alpe ist mit einem Bio-Zertifikat ausgezeichnet worden

Idyllisch gelegen und nun noch zertifiziert: Die Bergmangalpe bei Ruderatshofen darf nun auf seiner Speisekarte das Bio-Siegel verwenden.

Idyllisch gelegen und nun noch zertifiziert: Die Bergmangalpe bei Ruderatshofen darf nun auf seiner Speisekarte das Bio-Siegel verwenden.

Bild: Peter Schatz

Idyllisch gelegen und nun noch zertifiziert: Die Bergmangalpe bei Ruderatshofen darf nun auf seiner Speisekarte das Bio-Siegel verwenden.

Bild: Peter Schatz

Käse, Brot, Gemüse: "Bio ist bei uns selbstverständlich", sagen die Ostallgäuer Betreiber. Wie das Konzept "Bio" auf der Alpe bei Ruderatshofen funktioniert.
17.08.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Die Öko-Modellregion Ostallgäu hat mit der Bergmangalpe bei Ruderatshofen einen weiteren Erfolg zu verzeichnen: Die Gastwirtschaft ist laut einer Pressemitteilung nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert und darf nun auf der Speisekarte offiziell das deutsche Bio-Siegel verwenden. Bei der Zertifizierung stand die Öko-Modellregion Ostallgäu dem Betrieb zur Seite.

Bergmangalpe zwischen Apfeltrang und Ruderatshofen ausgezeichnet

„Bio ist bei uns selbstverständlich“, erklären die Gastgeber Katha und Hans Jäger. „Wir legen beide Wert auf hochwertige Lebensmittel, am liebsten Bio, am liebsten aus der Region.“ Im April 2019 haben sie die Bergmangalpe auf dem Höhenzug zwischen Apfeltrang und Ruderatshofen übernommen. Die Corona-Schutzmaßnahmen stellten die Gastronomen dabei vor schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Umso wichtiger war es den beiden von Anfang an, sich klar zu positionieren. „Wir wollen zeigen, dass Bio auch in der Gastronomie funktioniert“, sagt Hans Jäger.

Die Bergmangalpe bei Ruderatshofen ist in der Öko-Modellregion Ostallgäu der zweite öko-zertifizierte Gastronomiebetrieb. Darüber freuen sich Florian Timmermann (Öko-Modellregion), Hans und Katha Jäger von der Bergmangalpe.
Die Bergmangalpe bei Ruderatshofen ist in der Öko-Modellregion Ostallgäu der zweite öko-zertifizierte Gastronomiebetrieb. Darüber freuen sich Florian Timmermann (Öko-Modellregion), Hans und Katha Jäger von der Bergmangalpe.
Bild: Öko-Modellregion

Eine Avocado aus Südamerika kommt nicht auf den Tisch

Katha Jäger, die auf einem Bio-Hof am Fuße des Bergmangs aufgewachsen ist, weiß um die besondere Qualität der Produkte. Es gibt Bio-Landjäger vom Hof des Bruders, Bio-Käse aus regionalen Sennereien, Bio-Holzofenbrot, Bio-Gemüse und -Salat, Bio-Öle und hausgemachte Kuchen mit Bio-Eiern und Bio-Dinkelmehl. „Man ist, was man isst. Das ist unsere Überzeugung“, erklärt Katha Jäger. Dabei geht es ihnen aber nicht um Bio um jeden Preis. Eine Avocado aus Südamerika wird man in ihrer Küche nicht finden, dafür aber Kaffee aus einer Rösterei im benachbarten Aitrang. Regional ist für die beiden mindestens genauso wichtig. Sie kennen ihre Lieferanten und die Betriebe. So gestaltet sich die Karte der Bergmangalpe nach Saison und Verfügbarkeiten.

Es gibt noch einen weiteren öko-zertifizierten Betrieb im Ostallgäu

„Neben unserem Pionier und Vorzeigehaus im Ostallgäu, dem Bio-Hotel Eggensberger in Hopfen, ist die Bergmangalpe der zweite öko-zertifizierte Gastronomie-Betrieb. Und ich bin mir sicher, dass noch viele diesen Beispielen folgen werden“, sagt Florian Timmermann, Projektleiter der Öko-Modellregion Ostallgäu. Die Bio-Zertifizierung sei „ein Qualitätszeichen und gibt Gästen und auch den Gastronomen Sicherheit und ein gutes Gefühl.“