Natur im Ostallgäu

Blumen, Pilze und Pflanzen sammeln: Das ist erlaubt und das nicht

Die Sumpfgladiole, auch Sumpf-Siegwurz genannt, ist eine beliebte Pflanze für das Moorbeet oder den Gartenteichrand.

Die Sumpfgladiole, auch Sumpf-Siegwurz genannt, ist eine beliebte Pflanze für das Moorbeet oder den Gartenteichrand.

Bild: Landratsamt Ostallgäu/Peter Ego

Die Sumpfgladiole, auch Sumpf-Siegwurz genannt, ist eine beliebte Pflanze für das Moorbeet oder den Gartenteichrand.

Bild: Landratsamt Ostallgäu/Peter Ego

Die Unter Naturschutzbehörde im Ostallgäu informiert, was gesammelt werden darf und was nicht. Nicht alle Pflanzen dürfen nämlich gepflückt werden.
14.09.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Ein Blumensträußchen für Zuhause, ein Korb voll Pilze oder die Silberdistel am Trockengesteck: Was bei der Entnahme von Wildpflanzen aus der freien Natur erlaubt und was man auf jeden Fall unterlassen sollte, erklärt die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Ostallgäu.

Das ist beim Pilzesammeln zu beachten

Mit dem Herbst kommt auch wieder die Zeit des Pilzesammelns. Erlaubt sind hierbei lediglich „geringe Mengen für den persönlichen Bedarf“. Man spricht auch von der sogenannten Handstraußregelung. Bei dieser Entnahme ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, denn diese Regelung ist nur auf Pflanzen anwendbar, die nicht dem besonderen Artenschutz unterliegen.

Auch übermäßiges Pilzsammeln ohne Gewinnabsicht, für Freunde und Familie oder den eigenen Jahresvorrat, ist nicht erlaubt und kann nicht genehmigt werden, teilt das Landratsamt mit. Gleiches gilt für das Sammeln von Beeren, Nüssen und Pflanzen. Gewerbsmäßiges Pilzepflücken ist ohne Genehmigung ebenso verboten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Ware verkauft oder gegen geldwerten Vorteil veräußert. Bei Verstoß gegen diese Regeln droht ein Bußgeld.

Wer Pilze gewerblich sammeln will, benötigt eine gebührenpflichtige Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. Auch ist eine Genehmigung nötig, wenn man gewerbsmäßig Marmelade aus wildwachsenden Beeren kochen oder Tee aus Wildpflanzen verkaufen möchte.

Hier kann der Schutzstatus von Pflanzen abgefragt werden

Die Entnahme von Pflanzen aus Flächen, die einem Betretungsverbot unterliegen oder aus Naturschutzgebieten, ist verboten. Das Sammeln oder Ausgraben besonders geschützter Arten ist grundsätzlich untersagt. Der Schutzstatus von Pflanzen kann online in der Artenschutzdatenbank des Bundesamtes für Naturschutz unter www.wisia.de abgefragt werden. Zuwiderhandlungen können mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden. Hinweise auf illegale Entnahmen von geschützten Pflanzen oder die Missachtung von Betretungsverboten nimmt die Untere Naturschutzbehörde entgegen.

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