Kurz nach dem Re-Start

Corona: In Marktoberdorf ist die erste Schule schon wieder dicht

Mehrere Fälle von Covid-19 sind an einer Schule in Marktoberdorf aufgetreten. Jetzt müssen die Schüler erst einmal wieder zurück nach Hause zum Distanzunterricht.

Mehrere Fälle von Covid-19 sind an einer Schule in Marktoberdorf aufgetreten. Jetzt müssen die Schüler erst einmal wieder zurück nach Hause zum Distanzunterricht.

Bild: Kay Nietfeld

Mehrere Fälle von Covid-19 sind an einer Schule in Marktoberdorf aufgetreten. Jetzt müssen die Schüler erst einmal wieder zurück nach Hause zum Distanzunterricht.

Bild: Kay Nietfeld

Weil es an der Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf mehrere Covid-19-Fälle gibt, hat der Schulleiter die Förderschule komplett geschlossen. So geht es nun weiter.

25.02.2021 | Stand: 06:16 Uhr

Erst vor drei Tagen haben in Marktoberdorf Grund- und Förderschulen nach elf Wochen pandemiebedingtem Lockdown wieder für den Präsenzunterricht geöffnet. Nun, an Tag vier, ist die erste Schule wieder dicht: Wegen Covid-19-Fällen hat der Rektor des sonderpädagogischen Förderzentrums Don-Bosco, Heiner Tischer, seine Schule für mindestens zwei Tage geschlossen.

Marktoberdorfer Schulleiter spricht von "einzelnen Fällen"

„Das war nicht Idee des Gesundheitsamtes, sondern ich habe das veranlasst, um eine Ausbreitung der Virusinfektion an der Schule auszuschließen und auf Nummer sicher zu gehen“, sagt Tischer, nachdem er am Mittwoch vom Gesundheitsamt informiert wurde, dass es Fälle von Corona an der Landkreisschule gibt. Es seien „aber nur einzelne Schüler“ mit dem Coronavirus infiziert, sagt er.

Bei der Komplettschließung am Donnerstag sowie am Freitag handle es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, die er – auch angesichts „des diffusen Infektionsgeschehens“ und der Debatte um die hochansteckenden Coronavirus-Mutationen – ergriffen habe.

"Infektionsgefahr nicht so eindeutig klassenweise eingrenzbar"

Zudem sei ihm die Infektionsgefahr „diesmal nicht so eindeutig klassenweise eingrenzbar erschienen wie im September“, sagt der Schulleiter. Im Herbst durften, wie berichtet, wegen eines positiv auf Corona getesteten Kindes zunächst insgesamt 22, später dann zehn Schüler nicht mehr in die Schule kommen.

Die rund 200 Don-Bosco-Schüler, die das Förderzentrum in der Peter-Dörfler-Straße in Marktoberdorf besuchen, gehen also nun ab heute wieder geschlossen in den Distanzunterricht. „Da wir dabei sehr gut aufgestellt sind, haben die Schüler keine Nachteile. Nur ihre Erziehungsberechtigten, die das schon wieder managen müssen“, sagt Tischer.

Partnerklassen und schulvorbereitende Einrichtung SVE nicht betroffen

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Dagegen haben die Schüler der Partnerklassen an der Adalbert-Stifter-Grundschule nach Auskunft des Schulleiters weiter Präsenz- und Wechselunterricht. „Auch die Gruppen der SVE, der schulvorbereitenden Einrichtung in Marktoberdorf und Immenthal sind von der Schließung nicht betroffen“, sagt er.

Das Gesundheitsamt ist aktuell dabei, die Erziehungsberechtigten der Schüler informieren, die direkten Kontakt zu den betroffenen Schülern hatten und diese über weitere Maßnahmen zu unterrichten. „Die Nachrecherchen sind in vollem Gange“, berichtet Tischer. Die Schule habe Listen mit möglichen Kontaktpersonen zusammengestellt und der Behörde übermittelt.

Wie es ab Montag weitergeht, sei noch unklar. „Wir sehen weiter, wenn die Testergebnisse der getesteten Kontaktpersonen da sind“, sagt Tischer.

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