Kreishaushalt

Corona: Ostallgäuer Landrätin rechnet mit mehr Schulden

Das Geld wird für den Landkreis Ostallgäu im kommenden Jahr voraussichtlich knapp.

Das Geld wird für den Landkreis Ostallgäu im kommenden Jahr voraussichtlich knapp.

Bild: Daniel Reinhardt, dpa (Archivbild)

Das Geld wird für den Landkreis Ostallgäu im kommenden Jahr voraussichtlich knapp.

Bild: Daniel Reinhardt, dpa (Archivbild)

Wachsende Ausgaben treffen auf sinkende Einnahmen. Was das für Folgen für den Haushalt für das Jahr 2021 hat.
13.11.2020 | Stand: 13:54 Uhr

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf den Landkreis-Haushalt für das Jahr 2021. Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker rechnet nach Jahren des Schuldenabbaus erstmals wieder mit „einer gewissen Neuverschuldung“. Zinnecker sprach von einem „herausfordernden Haushalt“. Man sei nach etlichen guten Jahren nun an einem Wendepunkt angelangt.

Bei einer ersten Beratung über den Haushaltsplan im Ausschuss für Kultur, Bildung, Sport und Ehrenamt skizzierte Kreiskämmerin Bettina Schön die Ausgangslage für den „Corona-Haushalt“ (Zinnecker). So sei wegen der Corona-Pandemie einerseits mit einem massiven Rückgang der Steuereinnahmen zu rechnen, andererseits stiegen coronabedingt die Ausgaben.

Haushaltsausgleich erheblich gefährdet

Man gehe davon aus, dass die Bezirksumlage im nächsten Jahr um 1,5 Prozentpunkte steige, sagte Schön. Dies führe allein in diesem Bereich zu Mehrausgaben von 3,7 Millionen Euro. Mit Aufwandssteigerungen rechnet Schön auch bei Jobcenter (plus 0,9 Millionen Euro), Jugendhilfe (plus 0,5 Millionen Euro), soziale Verwaltung (plus 0,7 Millionen Euro) sowie beim Ausgleich des Defizits für die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren (plus 0,6 Millionen Euro). Trotz Einsparungen in einer Höhe von 2,1 Millionen Euro sei der Haushaltsausgleich weiterhin erheblich gefährdet, sagte Schön.

Paradigmenwechsel

Angesichts der Ausgangslage für den Haushaltsplan 2021 und der damit verbundenen Herausforderungen sprach Landrätin Zinnecker von einem „Paradigmenwechsel“. Man könne nun erst sehen, „wie gut es uns die vergangenen Jahre gegangen ist“, sagte Zinnecker.