Gewerkschaftsforderung

Das sieht der DGB Marktoberdorf auf die Menschen zukommen

Die Arbeitswelt ändert sich immer schneller. Damit der Mensch darunter nicht leidet, hat der DGB Marktoberdorf einen Forderungskatalog aufgestellt.

Die Arbeitswelt ändert sich immer schneller. Damit der Mensch darunter nicht leidet, hat der DGB Marktoberdorf einen Forderungskatalog aufgestellt.

Bild: Uwe Zucchi, dpa (Symbolfoto)

Die Arbeitswelt ändert sich immer schneller. Damit der Mensch darunter nicht leidet, hat der DGB Marktoberdorf einen Forderungskatalog aufgestellt.

Bild: Uwe Zucchi, dpa (Symbolfoto)

Der Mensch steckt bei der Arbeit mitten in einem großen Wandel. Die Gewerkschaft DGB in Marktoberdorf stellt einen Forderungskatalog auf. Was darin steht.
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Von Günther Möhwald
01.05.2022 | Stand: 17:41 Uhr

Der DGB-Ortsverein Marktoberdorf fordert Solidarität, Frieden und Selbstbestimmung für die Ukraine. Für den jahrzehntelangen Veranstalter des Marktoberdorfer Antikriegstags findet die traditionelle Gewerkschaftsforderung „Nie wieder Krieg!“ dabei eine nicht gewollte und bittere Aktualität. "In diesem Krieg sterben jeden Tag Menschen und er ist auch ein Angriff auf die europäische Friedensordnung, die auf Freiheit, Menschenrechten, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit basiert."

So ordnet der Marktoberdorfer DGB den Krieg in der Ukraine ein

Darüber hinaus diskutierte der DGB-Ortsverein anlässlich des 1. Mai intensiv über die grundlegenden Anforderungen an eine „zeitgemäße Gewerkschaftsarbeit“. Mit rasanter Geschwindigkeit habe sich das Leben der Menschen in den vergangenen Jahren verändert: Klimaschutz, Digitalisierung und Globalisierung haben enorme Auswirkungen darauf, wie sie arbeiten, leben und konsumieren. Für den DGB ist klar: „Diese wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen können nur mit einer starken Mitbestimmung und einer hohen Tarifbindung erfolgreich gestaltet werden.“

„Die Menschen brauchen Sicherheit, gerade in Krisenzeiten und in Zeiten des Wandels“, fordert der Gewerkschaftsbund. Dafür seien eine gute Qualifizierung der Beschäftigten für die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt und eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik unabdingbar. In diesem Zusammenhang sei auch der Kampf gegen die „Unsitte der befristeten Arbeitsverträge und der Zeitarbeitsverhältnisse“ zu sehen.

Warum ein Sozialstaat aus Sicht des DGB wichtiger denn je ist

Ebenso sei die Forderung nach einem Sozialstaat mit guten Renten sowie einer „Bürgerversicherung für alle Menschen“ sehr wichtig, sagt der Marktoberdorfer DGB. Im Falle der Krankenversicherung wären alle Menschen in der gleichen Krankenversicherung und damit stünden allen Menschen die gleichen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Im Falle der Rentenversicherung würden alle in die Rentenversicherung einzahlen, also auch Milliardäre. „Damit wäre die Finanzierung der Renten endlich eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft und damit auf eine breitere Basis gestellt“, heißt es in der Pressemitteilung.

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