Strecke von Olympiasiegerin Lisa Brennauer

Deshalb gibt es nun doch ein Radrennen rund um Schweinlang

Schweinlang

Rund um Schweinlang geht nun doch in diesem Jahr. Am 25. September wird das Radrennen ausgetragen.

Bild: Heinz Budjarek

Rund um Schweinlang geht nun doch in diesem Jahr. Am 25. September wird das Radrennen ausgetragen.

Bild: Heinz Budjarek

Verein aus Günzach veranstaltet das Radrennen mit Kultcharakter. Davon sollen vor allem junge Fahrer profitieren. Diese Premiere kündigt Vorsitzender Görig an.
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Von Klaus Görig
17.09.2021 | Stand: 09:27 Uhr

Ja? Nein? Vielleicht? Es ist schwer für einen Verein, in dieser Zeit eine größere Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Der Günzacher Radsportclub Allgäu will nicht länger warten, zumal es die Corona-Hygienevorschriften inzwischen wieder zulassen: Es gibt in diesem Jahr nun doch ein Radrennen rund um Schweinlang. Es wird am Samstag, 25. September, ausgetragen.

RC Allgäu aus Günzach: Es muss weitergehen

„Unser bislang letztes Radrennen war im September 2019 in Obergünzburg. Danach mussten wir coronabedingt sechs geplante Rennen absagen: zweimal Schweinlang, zweimal Pinswang, einmal Günzach und einmal Obergünzburg“, sagt Vorsitzender Klaus Görig. Auch beim RC hatten sie lange überlegt und sind zum Entschluss gekommen, das Radrennen in Schweinlang zu veranstalten. „Ich habe mir sehr gut überlegt, ob der RC Allgäu das in dieser Zeit machen soll.“

Den Ausschlag haben die Erfahrungen der vergangenen Wochen gegeben, in denen Görig und andere Verantwortliche mit Sportlern des RC Allgäu bei Wettkämpfen waren – von Triathlon über Radrennen bis zu Laufwettbewerben. Die Erfahrungen waren durchweg positiv und die Auflagen sind zu stemmen. „Es muss weitergehen mit dem Sport auch in dieser Zeit. Die Sportler brauchen die Wettkämpfe, besonders der Nachwuchs“, sagt Görig. Denn die Junioren hatten fast zwei Jahre keine Wettkämpfe können und sollen, wenn weitere ausfallen, 2022 dann gleich in die Elite Klasse. Das funktioniere nicht.

Schweinlang ein Ort für bayerische Meisterschaft

Nachdem der RC Allgäu die Veranstaltung beim Bayerischen Radsportverband und beim Bund Deutscher Radfahrer angemeldet hat, kam postwendend vom Landesverband die Anfrage, ob die Günzacher im Zuge des Rennens um Schweinlang nicht auch gleich die Bayerische Meisterschaft übernehmen könnten, weil es bisher keine Meisterschaft gab.

Damit ging die Arbeit erst richtig los. Was sonst ein Jahr Planung brauche, habe nun in kürzester Zeit auf die Beine gestellt werden müssen, schildert Görig die Herausforderung an den Verein und alle anderen, die mit eingebunden sind: Rotes Kreuz, Feuerwehr, Bevölkerung, Gemeinden Unterthingau und Kraftisried, Sponsoren. Bei all dem zeigte sich: Langjährige Erfahrung und vor allem Gemeinschaft zahlen sich aus.

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„Vergangene Woche bei einem Rennen nähe Leutkirch habe ich den Sportlern bekannt gegeben, dass wir Ende September ein Radrennen in Schweinlang veranstalten. Alle waren begeistert. Auch einige Zuschauer, die ehemalige Radsportler und nun schon älter sind, haben mir gesagt, sie finden es klasse. Denn das Radrennen in Schweinlang sei das schönste Radrennen in Süddeutschland“, ist Görig ganz angetan. Wobei die Kulisse mit den Bergen im Hintergrund schon etwas Besonderes ist. Auch deshalb hat das Rennen längst Kultcharakter. „Wir haben beim Radrennen den Kultstatus wie der Triathlon in Immenstadt“, sagt Görig.

Von Tokio nach Günzach

Viele Radsportler wollen auch in gut einer Woche dort starten, wo mit RC-Gründungsmitglieder Lisa Brennauer bereits eine Olympiasiegerin und fast alle gefahren sind, die in den Top 10 der BDR-Rangliste stehen. Es gibt einige Zusagen von hochkarätigen Sportlern, darunter U23-Nationalfahrer und Junioren, die im nächste Jahr ihre Profikarriere starten. „Wir veranstalten zum ersten Mal auch ein Paracycling-Rennen“, kündigt der Vorsitzende eine Premiere an. Es werden Sportler aus Bayern ein Rennen bestreiten, die vor kurzem bei den Paralympischen Spielen in Tokio um Medaillen gekämpft haben.

Nur Lisa Brennauer wird fehlen. Sie ist am gleichen Tag bei der Straßen-Weltmeisterschaft in Belgien gefordert.

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