Gewässerpflege in Marktoberdorf

Dickes Lob für die Marktoberdorfer Fischer

Hilfe für Forellen: Um den Bestand in der Wertach zu sichern, wird in Marktoberdorf Nachwuchs im Zufluss des Schmelzbaches in Brutboxen herangezogen. Jugendliche haben die Betreuung dieser Brutboxen übernommen.

Hilfe für Forellen: Um den Bestand in der Wertach zu sichern, wird in Marktoberdorf Nachwuchs im Zufluss des Schmelzbaches in Brutboxen herangezogen. Jugendliche haben die Betreuung dieser Brutboxen übernommen.

Bild: Symbolbild: Thorsten Jordan

Hilfe für Forellen: Um den Bestand in der Wertach zu sichern, wird in Marktoberdorf Nachwuchs im Zufluss des Schmelzbaches in Brutboxen herangezogen. Jugendliche haben die Betreuung dieser Brutboxen übernommen.

Bild: Symbolbild: Thorsten Jordan

Jugendliche betreuen Brutboxen im Schmelzbach. Auch in der Coronazeit ist diese Art der Jugendarbeit möglich und wertvoll. Warum das der Natur hilft
04.02.2021 | Stand: 11:16 Uhr

Coronabedingt ruht in den meisten Vereinen die Jugendarbeit – oder sie läuft auf Sparflamme. Die Jugendgruppe des Fischereivereins Marktoberdorf konnte ihr Brutboxenprogramm trotzdem erfolgreich durchführen. Mit einer Erfolgsquote von über 94 Prozent wurden rund 5000 Bachforelleneier im vereinseigenen Schmelzbach in einer Brutbox bis zum Schlüpfen betreut. Um die coronabedingten Auflagen einzuhalten, wurde jeden Tag jeweils ein Jugendlicher mit der Pflege der Brutbox betraut. Er wurde von den Eltern oder von einem der beiden Jugendleitern (Martin Fröhlich und Melanie Kollmann) zuhause abgeholt und zum vereins-eigenen Bach gefahren, um die Brutbox zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reinigen.

In der Wertach und ihren Zuflüssen vermehren sich Forellen auf natürlichem Wege nur in geringer Zahl, da sie dort nicht den benötigten sauberen Kiesgrund, dafür aber viele Fressfeinde vorfinden. Biber hatten im letzten Jahr im Schmelzbach für Aufsehen gesorgt, da sie durch mehrere Transportdämme den Bach buchstäblich abgeriegelt hatten und so der Aufzug der Laichforellen von der Wertach in den Schmelzbach nicht mehr möglich war. Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten erhielten der Verein und die Stadt Marktoberdorf die Genehmigung, die meisten Dämme zu entfernen.

Renaturierung hilft bei Vermehrung der Fische

Ausgesprochen hilfreich waren auch die kürzlich durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen an dem Teilstück der Wertach, an dem der Schmelzbach einmündet. Hier brachte das staatliche Wasserwirtschaftsamt – auf Initiative des Vereins – mehrere Tonnen an Flussstörungssteinen, Kies und Totholz in das Mutterbett der Wertach ein, um die Struktur des Gewässerabschnitts für die natürliche Fischvermehrung deutlich zu verbessern. Fachlich unterstützt wurde diese Maßnahme von der fischereilichen Fachberatungsstelle in Salgen (Bezirk Schwaben).

Als Ergänzung dazu war das Brutboxenprogramm der Jugendgruppe des Fischereivereines umso wichtiger, um das Überleben und die Vermehrung der Jungfische in der Wertach zu unterstützen. Vom gesamten Vereinsvorstand und vom Fischereiverband Schwaben bekam die Jugendgruppe mit ihren Jugendleitern ein dickes Lob für das erfolgreiche Projekt.