Stolzer Sieger des Gesangswettbewerbs

Die Hymne einer Ostallgäuer Baufirma: Sebastian besingt den grünen Kran am schönsten

Der grüne Kran ist sein Freund: Mit diesem Lied hat Sebastian Präg den Gesangswettbewerb der Baufirma Höbel gewonnen.

Der grüne Kran ist sein Freund: Mit diesem Lied hat Sebastian Präg den Gesangswettbewerb der Baufirma Höbel gewonnen.

Bild: Stefan Beranek

Der grüne Kran ist sein Freund: Mit diesem Lied hat Sebastian Präg den Gesangswettbewerb der Baufirma Höbel gewonnen.

Bild: Stefan Beranek

Der grüne Kran der Baufirma Höbel ist sein Freund: Elfjähriger Sebastian Präg überzeugt die Jury mit Gesang und Ausdruck. Warum er selbst ganz überrascht ist.
18.12.2020 | Stand: 11:30 Uhr

„Einfach mega cool. Als ich das erfahren habe, war ich den ganzen Tag fröhlich.“ Am liebsten hätte Sebastian Präg wahrscheinlich den grünen Kran umarmt, wenn der nicht einen solch großen Umfang hätte. Auf jeden Fall ist der hohe Stahlkoloss sein Freund, schließlich hat der Elfjährige ihn besungen und damit den Gesangswettbewerb des Immenhofener Bauunternehmens Höbel gewonnen.

Sebastians Musiklehrer an der Realschule in Kaufbeuren ist der Marktoberdorfer Stefan Beranek. Und der hat den Wettbewerb mit initiiert. Der bekannte Texter Hans Greiner hatte die Zeilen verfasst, Beranek die Musik dazu komponiert und Uwe Mayr die Zeichnungen für das Lied-Malbuch gefertigt. Mit diesem Paket unter dem Arm wurde er bei Werner Höbel, dem Besitzer des Krans, der seit ein paar Jahren das Stadtbild Marktoberdorfs prägt, vorstellig – und der war begeistert.

Der jüngste Sänger war gerade einmal vier Jahre alt

Mehr als 40 Kinder beteiligten sich an dem Wettbewerb, das jüngste war gerade einmal vier Jahre alt. Sie gaben auf den Videos alles. „Es waren tolle Beiträge. Alle haben gut gesungen“, schwärmte Beranek bei der Betrachtung der eingesandten Videos. Wegen der Corona-Auflagen konnte die Jury nicht gemeinsam tagen und sich absprechen. Brauchte sie auch nicht, denn alle hatten denselben zum Sieger gekürt: Sebastian Präg.

Eine tolle Stimme, selbstbewusstes Auftreten, Bewegungen zum Text: Es passte alles bei ihm. Zur Belohnung ging es für ihn in ein professionelles Tonstudio, anschließend wurde das Video gedreht. Im Studio mit dabei waren seine Eltern und sein siebenjähriger Bruder Leo. Schließlich hatte der beim Anmeldevideo etwas mitgesungen. Am allerletzten Einsendetag hatte Sebastian sein Video zu Ende geschnitten und es verschickt.

Sein Musiklehrer schwärmt von Sebastians großem Talent

Beranek schwärmt von Sebastians Talent im Tonstudio und vor der Kamera. Richtig aufgedreht sei er gewesen, „so kenne ich ihn gar nicht aus meinem Unterricht“. Da muss auch Sebastian laut lachen. Dabei ist er nicht ganz unbedarft. In der Kulturwerkstatt in Kaufbeuren stand er einmal auf der Bühne, „aber mehr im Hintergrund“, an der Musikschule in Kaufbeuren lernt er Klarinette und in der Percussionklasse an der Realschule spielt er das Schlagzeug und das Glockenspiel.

Eine Reihenfolge hinter Sebastian gibt es nicht. „Die waren alle so gut, dass sie alle Zweite sind“, sagt Beranek. Zur Belohnung erhielten sie ein Höbel-T-Shirt, das Lied-Malbuch und eine CD mit dem Lied.

Der Verkaufserlös geht an die Tafeln in Marktoberdorf und Kaufbeuren

Auch beim Bauunternehmen ist man begeistert. „Es war einfach toll zu sehen, wei sich die Kinder engagiert haben in einer Zeit, in der es nicht viel zu lachen und zu singen gibt“, sagt Marketingleiterin Monika Vietz.

Damit ist die Aktion nicht zu Ende. Die Sing-Malbücher mit der CD gibt es für alle, die nicht beim Wettbewerb mitgemacht haben, in zwei Buchhandlungen: bei Osiander in Marktoberdorf und bei Thalia in Kaufbeuren. Der Verkaufserlös werde komplett den Tafeln in Marktoberdorf und Kaufbeuren gespendet, sagt Monika Vietz.

www.ernst-hoebel.de