Nachruf

Die Kunst war seine Leidenschaft

In der Region  Ostallgäu waren Sahms Bilder letztmals 2016 bei einer Ausstellung im Roten Schloss in Unterthingau zu sehen.

In der Region Ostallgäu waren Sahms Bilder letztmals 2016 bei einer Ausstellung im Roten Schloss in Unterthingau zu sehen.

Bild: Kay Reinhardt

In der Region Ostallgäu waren Sahms Bilder letztmals 2016 bei einer Ausstellung im Roten Schloss in Unterthingau zu sehen.

Bild: Kay Reinhardt

Hans-Werner Sahm im Alter von 77 Jahren gestorben. Idealisierte Landschaften waren sein Markenzeichen.
20.11.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Der Künstler Hans-Werner Sahm aus Bidingen ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Sahm, 1943 in Lodz (Polen) geboren, kam nach dem Kriegsende nach Seeg, verbrachte dort seine Kindheit. Sein Berufswunsch, Maler zu werden, blieb ihm zunächst versagt. Er absolvierte eine Ausbildung im grafischen Gewerbe und war mehrere Jahre als diplomierter Dokumentar am Forschungsinstitut für das grafische Gewerbe in München tätig. 1980 fasste er den Mut, sein bisheriges Leben umzukrempeln, um zu malen. Der Künstler entwickelte seine eigene Malkunst immer weiter, und bereits 1981 wurde der Galerist Gerstenberg auf ihn aufmerksam, der seine Werke bis heute vertritt. Viele seiner Bilder stehen unter dem Motto „Reise ins Licht“. Sie zeigen idealisierte Landschaften mit hohem Verfremdungsgrad. Erschienen sind auch drei Bildbände mit seinen Werken. Der deutsche Fantasy-Autor Harald Evers wurde von einem von Sahms Werken zu seiner Höhlenweltsaga inspiriert. In der Region waren Sahms Bilder zuletzt 2016 im Roten Schloss in Unterthingau zu sehen. Bei der Ostallgäuer Kunstausstellung wurde er 1982 mit dem Bürgerförderpreis und 1985 mit dem Johann-Georg-Fischer-Preis ausgezeichnet. Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet am Freitag, 20. November, um 14 Uhr in der Pfarrkirche in Seeg statt.