„Das ist das Richtige für mich“

Diese Pläne hat die neue Leiterin der Grundschule Aitrang

Schulleiterin

Ruth-Sabine Stimpfle ist seit diesem Schuljahr die neue Schulleiterin in Aitrang.

Bild: Anton Reichart

Ruth-Sabine Stimpfle ist seit diesem Schuljahr die neue Schulleiterin in Aitrang.

Bild: Anton Reichart

Die gebürtige Augsburgerin Ruth-Sabine Stimpfle leitet seit diesem Sommer die Grundschule Aitrang. Warum es ihr Sport und Kneipp besonders angetan haben.
14.10.2021 | Stand: 09:19 Uhr

Täglich um 7.45 Uhr ruft der Gong zum Unterricht in der Grundschule Aitrang. Eine muss zwar nicht ins Klassenzimmer, hat aber dennoch genügend Arbeit im Gebäude. Es ist Ruth-Sabine Stimpfle, die neue Leiterin der Grundschule mit den zwei Schulgebäuden in Aitrang und Ruderatshofen.

Wie eine Verletzung die Lebensplanung änderte

Es ist Mittwochmorgen, acht Uhr: Die 38-jährigen Pädagogin ist in ihrem Büro im Aitranger Schulhaus anzutreffen. An diesem Morgen muss sie erst um 9.30 Uhr in ihre 3A, um die jeweils acht Mädchen und Buben zu schulen. Stimpfle unterrichtet in fünf der zehn Fächer – zusammen mit elf Kolleginnen. Nach wenigen Minuten streckt ein Paketbote sein Gesicht ins Büro. Er hat Papier abzuliefern und ist schnell wieder weg. Stimpfle erzählt über ihren Werdegang, der für die gebürtige Augsburgerin nicht immer ganz einfach war. Nach ihrem Abitur begann Stimpfle in Augsburg ein Studium mit dem Ziel, Gymnasiallehrerin für Mathe und Sport zu werden. Nach einer Verletzung im Sport wurde dies jedoch unmöglich. Stimpfle schwenkte deshalb zu dem Beruf der Grundschullehrerin um: „Das war und ist aber das Richtige für mich“, sagt die Schulleiterin heute.

Keine Corona-Ansteckung in Aitrang

Es klopft erneut an der Bürotür: Ein paar Corona-Tests werden geliefert. Die Kinder machen den Lolli-Test sehr gern, erzählt die Grundschulleiterin. Die erste Woche sei sehr holprig verlaufen, die EDV-Daten konnten nicht übermittelt werden. So mussten bei jedem Schüler die rund 20-stelligen Code-Nummern von Hand eingegeben werden: „Es war ein Riesen-Verwaltungsakt“, sagt Stimpfle. Der Aufwand habe sich aber gelohnt: Es hat keine Ansteckung gegeben.

Mehrere Jahre arbeitete sie im Unterallgäu

Beruflich verbrachte Stimpfle die vergangenen Jahre im Unterallgäu, unter anderem war sie in der Kneippstadt Bad Wörishofen eingesetzt. Letztes Schuljahr kam sie nach Hirschzell und seit dem 1. August ist sie die neue Schulleiterin in Aitrang. Damit verlängert sich allerdings auch ihr Schulweg von Tussenhausen, nördlich von Mindelheim, wo sie mit ihrem Mann das eigene Haus bewohnt. Stimpfle erzählt, dass sie beide gerne Skirennen fahren. Auch heuer absolvierte die 38-Jährige bereits ein Skitraining. Derzeit steht erst noch Wandern auf dem Freizeitprogramm. Auch für ihre Schülerinnen und Schüler hat Stimpfle schon einiges in Sachen Sport geplant: Sie möchte einen Wintersporttag veranstalten – mit unterschiedlichen Disziplinen, die hier am Ort möglich sind.

Mehrere Projekte in Aitrang geplant

Und es klopft ein weiteres Mal an Stimpfles Tür: Der Stromzähler soll getauscht werden. Stimpfle muss den Fachmann einweisen und ihm den Weg zum Stromzähler zeigen. Später erzählt Stimpfle, dass sie an die Aktivitäten Sebastian Kneipps in Wörishofen auch hier in Aitrang anknüpfen kann. Die Kirnachgemeinde mit der ortsprägenden, mächtigen Linde mitten in der zentralen Lindenstraße, baut gerade an einem zweiten Kneippgelände am nahe gelegenen Dorfplatz. Das jährlich stattfindende Alltags-Projekt der Schule soll heuer unter dem Thema Kneipp stehen. Das Motto „Schule im Dorf“ will sie daher erweitern zu „Kneipp in der Schule“.

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Neben einer Weihnachtsaktion plant sie auch einen Spendenlauf, „um ein paar coole Sportgeräte anschaffen zu können.“ Und nun? Nun, um kurz nach Neun, nach all den Nebenaufgaben, kann sich Stimpfle endlich auf den Weg zu ihrer Klasse 3A machen, um Unterricht zu geben.