Wechsel im Unternehmen

Ebenhofener Rohrspezialist Poloplast hat neue Eigentümer

Seit Jahrzehnten ist Poloplast, das einen Standort in Ebenhofen unterhält, Spezialist unter anderem für Trinkwasserleitungen aus Kunststoff.

Seit Jahrzehnten ist Poloplast, das einen Standort in Ebenhofen unterhält, Spezialist unter anderem für Trinkwasserleitungen aus Kunststoff.

Bild: Oliver Berg/dpa /Symbolfoto)

Seit Jahrzehnten ist Poloplast, das einen Standort in Ebenhofen unterhält, Spezialist unter anderem für Trinkwasserleitungen aus Kunststoff.

Bild: Oliver Berg/dpa /Symbolfoto)

Poloplast in Ebenhofen wird von Sytech übernommen. Mitarbeiter verbleiben im Ostallgäuer Standort. Warum die neuen Chefs alte Bekannte sind und was sie planen.
17.01.2021 | Stand: 09:20 Uhr

Die Sytech GmbH aus Kaufbeuren, eine Beteiligungsgesellschaft mit Spezialisierung auf die kunststoffverarbeitende Industrie, hat die Poloplast GmbH in Ebenhofen übernommen. Zur Sytech Gruppe gehören die Unternehmen ProTech, Solans und nunmehr die Poloplast GmbH sowie die Poloplast Americas Ltd. in Houston/Texas.

Für die etwa 70 Mitarbeiter am Ostallgäuer Produktionsstandort sei dieser Wechsel „ein sehr positives Ereignis“, sind die neuen Firmeninhaber doch alte Bekannte, heißt es in einer Pressemitteilung. Die langjährigen Poloplast Manager Roman Eberle und David Zovkic sind die Eigner der Sytech GmbH, welche nun die Eigentümerrolle einnimmt. Beide werden auch die operativen Geschicke in Ebenhofen als Geschäftsführer weiterhin leiten.

Aus einer Fusion entstanden

Entstanden ist die heutige Firma in Ebenhofen im Jahr 2000 durch eine Fusion der ortsansässigen Firma Rafeld Kunststofftechnik mit der Firma Polymelt aus Peiting in Oberbayern. Beide Firmen wurden damals von der Wietersdorfer Gruppe, einem österreichischen Mischkonzern mit Sitz in Klagenfurt, übernommen und danach umfirmiert. Dabei wurde die Firma aus Ebenhofen mit der Poloplast aus Leonding (Oberösterreich) zusammengeführt, welche sich ebenfalls im Eigentum der Wietersdorfer Gruppe befindet. Deren Fokus waren schon damals Kunststoffrohre für drucklose Anwendungen, wie zum Beispiel den Hausabfluss.

Warum das Werk in Ebenhofen zum Verkauf stand

Dass das Werk überhaupt zum Verkauf stand, hängt mit einer strategischen Neuausrichtung zusammen: Die Wietersdorfer Gruppe hat sich dazu entschieden, sich auf bestimmte Kernmärkte und Produkte zu fokussieren. Im Falle der Poloplast bedeutet das die Konzentration des Werkes in Österreich auf die ursprünglichen Anwendungen Hausabfluss und Kanal in Zentraleuropa.

Sorgen um den Standort im Ostallgäu müssen sich die Mitarbeiter nach Angaben der neuen Eigentümer nicht machen. „Ebenhofen ist ein Herzstück in unserer langfristigen Strategie und mit dem aktuellen Produkt- und Kundenmix gesund aufgestellt“, sagt Zovkic.

Von Ebenhofen hinaus auf andere Kontinente

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Die Poloplast GmbH aus dem Ostallgäu gilt als ein international seit Jahrzehnten etablierter Hersteller für Druckrohre aus Kunststoff in den Bereichen Trinkwasserzuleitung und Anlagenbau sowie verschiedenen industriellen Anwendungen. „Wir bieten technische High-End Lösungen gegen Korrosion, Längenausdehnung und Abnutzung und vor allem ist unser ökologischer Fußabdruck deutlich besser als beispielsweise bei Stahlrohren“, so Roman Eberle.

Man verspricht sich durch diese Marktposition nicht nur ein größeres Wachstum gegenüber Anbietern traditioneller Rohrtechnologien, sondern auch neue und wichtige Impulse für künftige Projekte. Das Kundenportfolio ist sehr international, wobei die Schwerpunkte neben Europa in Asien und den USA liegen.