DAV denkt an die Zukunft

Ehrgeizige Ziele: Allgäuer Alpenverein will 2030 klimaneutral sein

DAV-Sektion Kempten-Allgäu mit der Ortsgruppe Obergünzburg setzt sich Ziele zum Klima- und Umweltschutz.

DAV-Sektion Kempten-Allgäu mit der Ortsgruppe Obergünzburg setzt sich Ziele zum Klima- und Umweltschutz.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

DAV-Sektion Kempten-Allgäu mit der Ortsgruppe Obergünzburg setzt sich Ziele zum Klima- und Umweltschutz.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Die Alpenvereinssektion Allgäu mit Obergünzburg und die Eza nehmen sich die Klimabilanz ihrer Touren und Hütten vor. Wer sich schwer tut, CO2-neutral zu werden.
23.02.2021 | Stand: 15:13 Uhr

Die DAV-Sektion Allgäu-Kempten hatte sich für ihr Jubiläumsjahr 2021 vorgenommen, in ihren Kernbereichen Geschäftsstelle und Kletterzentrum Swoboda alpin klimaneutral zu werden. Dieses Ziel sei nun Ende Januar und damit viel früher erreicht worden, als gedacht, teilen die Verantwortlichen mit.

Klimaneutral in allen Geschäftsfeldern

Allerdings hat sich die Sektion – zu der Obergünzburg als Ortsgruppe gehört – als Mitglied im Bündnis „Klimaneutrales Allgäu 2030“ verpflichtet, bis zum Jahr 2030 in allen Geschäftsfeldern klimaneutral zu werden. Darauf wolle man nun weiter hinarbeiten. „Wir wollen jetzt den Schwung nutzen und uns gleich weitere Geschäftsbereiche vornehmen“, sagt Vorstand und Projektleiter Klaus Wüst. Außerdem werde die Klimaneutralität derzeit noch mit Kompensationszahlungen an Klimaschutzprojekte in Afrika und Indien erreicht. Diese Zahlungen sollendurch gezielte CO2-Sparmaßnahmen bis 2030 reduziert und so gering wie möglich gehalten werden.

"Regional, saisonal und bio"

Hierfür wurde zusammen mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu ein Fahrplan erarbeitet: 2021 sollen in der Gastronomie im Kletterzentrum Verbrauche und Lieferketten untersucht und Optimierungsmöglichkeiten gefunden werden. Bereits 2020 hatte man begonnen, die Gastronomie auf „regional, saisonal und bio“ umzustellen.

Der schwierigste Teil der CO2-Bilanz

Unter die Lupe genommen wird auch das Touren- und Kursangebot. In einem letzten Schritt sollen ab 2022 die Kemptner Hütte, die Rappenseehütte und die Tannheimer Hütte erfasst werden. Durch deren exponierte Lage, die besondere Versorgungssituation und die vielen Gäste dürfte dies der anspruchsvollste Teil der CO2-Bilanz werden, heißt es. Wüst betont: „Wir sind als Alpenverein ja auch Naturschutzverband.“