Rettenbach

Ein Nahwärmenetz für Rettenbach?

Energie aus erneuerbaren Stoffen könnte bald das Nahwärmenetz in Rettenbach speisen.

Energie aus erneuerbaren Stoffen könnte bald das Nahwärmenetz in Rettenbach speisen.

Bild: Anja Worschech

Energie aus erneuerbaren Stoffen könnte bald das Nahwärmenetz in Rettenbach speisen.

Bild: Anja Worschech

Heizkonzept für gemeindliche Einrichtungen vorgestellt. Warum sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst.
01.08.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Ein Konzept, das ein Nahwärmenetz zur Beheizung von Gemeindegebäuden oder mehr vorsieht, stellte Gemeinderat Manuel Geisenhof in der Gemeinderatssitzung in Rettenbach vor. Er erwckte damit grundsätzliches Interesse. Deshalb will sich das Gremium weiter mit der Idee befassen.

Das von Geisenhof erarbeitete Konzept sieht vor, ein Nahwärmenetz zwischen seinen Anlagen und den umliegenden Liegenschaften zu errichten. Gedacht ist dabei an eine mit Holz befeuerte Hackschnitzelanlage im Huberhof, von der aus Wärmeleitungen zum Rathaus oder zur Weichberghalle führen könnten. Von den hier installierten Übergabestellen könne man, je nach Version, Weichberghalle, Mehrzweckhalle oder auch den Pfarrhof beheizen. Anderweitige Überlegungen zur Versorgung weiterer Gebäude schloss Geisenhof nicht aus.

Gedanken zur Wirtschaftlichkeit

Auch zur Wirtschaftlichkeit hatte sich der Planer Gedanken gemacht. So werde man einen gewissen Grundpreis errechnen, der einen so genannten Arbeitspreis und einen Messpreis ergebe. Vorstellbar sei ein Betrag von etwa 8 bis 10 Cent pro Kilowattstunde, was für die Gemeinde Kosten von jährlich etwa 10 000 bis 13 000 Euro bedeute. Über die Programme der KfW-Bank „Erneuerbare Energien“, bzw. „Energieeffizientes Sanieren“ könne man auch auf Fördermittel hoffen, so Geisenhof abschließend.

Im Anschluss bezeugte der Gemeinderat sein grundsätzliches Interesse an dem Vorschlag und möchte deshalb das Vorhaben weiterverfolgen. „Erneuerbare Energien nutzen und regionale Anbieter oder Energieversorger bedienen ist schließlich immer in unserem Interesse“, fügte Bürgermeister Reiner Friedl hinzu.