Der Schuldenberg schrumpft

Eine gute Nachricht: Der Schuldenstand in der Ostallgäuer Gemeinde Ronsberg sinkt

Die Gemeinde Ronsberg trägt ihren Schuldenberg ab.

Die Gemeinde Ronsberg trägt ihren Schuldenberg ab.

Bild: Alexander Kaya, dpa

Die Gemeinde Ronsberg trägt ihren Schuldenberg ab.

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440 000 Euro an Schulden will Ronsberg heuer tilgen. Und das,obwohl Investitionen von 1,8 Millionen Euro geplant sind. Worüber der Gemeinderat rege diskutierte.
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Von Michaela Leutherer
18.05.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Der Marktgemeinderat Ronsberg hat den Haushalt für das Jahr 2021 sowie die Finanzplanung der Jahre 2022 bis 2024 und den Stellenplan einstimmig beschlossen. Der Schuldenstand der Ostallgäuer Marktgemeinde betrug zum 31. Dezember 2020 rund 5,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Pro-Kopfverschuldung von rund 3284 Euro.

Für das Haushaltsjahr 2021 ist trotz erheblicher Investitionen keine Kreditaufnahme geplant. Aufgrund einer Tilgung in Höhe von 440 400 Euro wird die Verschuldung zum Ende des Jahres in Ronsberg voraussichtlich noch 5,2 Millionen Euro betragen. Für das Jahr 2021 sieht der Haushaltsplan in der Obergünzburger Nachbargemeinde Gesamteinnahmen von 7,2 Millionen Euro vor. Durch stabile Einnahmen ist eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt von 1,1 Millionen Euro möglich.

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Wofür in der Marktgemeinde Ronsberg investiert wird

Das Investitionsprogramm hat insgesamt eine Höhe von 1,8 Millionen Euro. Die wesentlichen Investitionen in Ronsberg sind der Straßenbau mit 886 000 Euro, die Hochwasserfreilegung mit 248 000 Euro und die Abwasserbeseitigung mit 248 000 Euro. Neben dem Haushalt ging es in der Marktgemeinderatssitzung auch um Parkplatzvorgaben für Häuslebauer im Markt Ronsberg.

Dafür hat der Bau- und Umweltausschuss eine Garagen- und Stellplatzsatzung für Ronsberg ausgearbeitet mit dem Ziel, einen realistischen Stellplatzbedarf festzusetzen. Die verschiedenen Eckpunkte wurden von den Räten diskutiert. Im Wesentlichen werden laut Satzung zwei Stellplätze je Einfamilienhaus und ein weiterer Stellplatz bei Einliegerwohnungen über 50 Quadratmetern gefordert. Bei einer Einliegerwohnung unter 50 Quadratmetern ist eine Vorstellfläche vor einer Garage ausreichend.

Die Zweite Bürgermeisterin sagt: "Wohnbau wird knapp, Flächen sind endlich"

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Diskussionsbedarf gab es bei den Stellflächen für Mehrfamilienhäuser. Je Wohnung unter 60 Quadratmetern ist ein Stellplatz vorgesehen. Der Vorschlag, zwei Stellplätze für Wohnungen über 80 Quadratmetern festzusetzen, wurde vom Ronsberger Marktrat abgelehnt. Zweite Bürgermeisterin Anita Franke äußerte sich kritisch und sagte, dass Wohnbau knapp wird und Flächen endlich sind.

Der Bau von Wohnungen und Häusern wird immer teurer, und ein zweiter Stellplatz würde dies noch begünstigen, sagte Franke. Außerdem gehe die Tendenz zunehmend hin zu Single-Wohnungen. Franke fand daher zwei Stellplätze für Wohnungen ab 80 Quadratmeter nicht in Ordnung. Der Rat einigte sich am Ende darauf, erst ab einer Wohnfläche von 90 Quadratmetern in Mehrfamilienhäusern zwei Stellplätze zu fordern. Die Satzung wird im Marktblatt veröffentlicht.

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