Forstverwaltung Ostallgäu appelliert

Warum Menschen auch im Wald Rücksicht aufeinander nehmen sollen

Forstwirtschaftsmeister Martin Schmid (von links) bespricht mit Forstwirt Alexander Pfeiffer und Forstdirektor Stephan Kleiner die Absperrungen und Gefahren bei einem Holzhieb.

Forstwirtschaftsmeister Martin Schmid (von links) bespricht mit Forstwirt Alexander Pfeiffer und Forstdirektor Stephan Kleiner die Absperrungen und Gefahren bei einem Holzhieb.

Bild: Maximilian Dosch

Forstwirtschaftsmeister Martin Schmid (von links) bespricht mit Forstwirt Alexander Pfeiffer und Forstdirektor Stephan Kleiner die Absperrungen und Gefahren bei einem Holzhieb.

Bild: Maximilian Dosch

Wälder gelten aufgrund der Corona-Beschränkungen als Erholungsort. Im Winter finden dort aber auch Waldarbeiten statt. Was Waldbesucher beachten müssen.
10.01.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Aufgrund der derzeitigen Beschränkungen zieht es viele Menschen gerade in den Wald. Sei es zum Spazieren, Radeln, Joggen oder Langlaufen. Forstdirektor Stephan Kleiner von der Forstverwaltung im Ostallgäu freut sich, dass die Wälder derzeit als Erholungsort eine große Wertschätzung von der Bevölkerung erfahren. In den Wintermonaten finden aber auch die meisten Waldarbeiten statt. Diese sind wichtig, um die Wälder zu pflegen und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und stabiler gegen Wind und Sturm zu machen, erläutert Kleiner. Der Forstdirektor bittet Waldbesucher und Waldbesitzer um gegenseitiges Verständnis und appelliert an alle: „Für die einen ist der Wald Erholungsort, für die anderen ihr Arbeitsplatz. Bitte nehmen Sie Rücksicht aufeinander und halten Sie die Sicherheitsabstände ein“ so Kleiner. Auch die Corona-Abstandsregeln gelten im Wald.

Hinweisschilder und Sperrungen beachten

Forstwirtschaftsmeister Martin Schmid erläutert, dass die Waldarbeit – gemessen am Unfallrisiko – zu den gefährlichsten Arbeiten gehört. Daher müssen immer wieder Wege oder ganze Waldbereiche gesperrt werden. Schmid appelliert an die Waldbesucher: „Bitte achten Sie auf Gefahren- und Hinweisschilder und betreten Sie keinesfalls die gesperrten Bereiche“. Denn dort besteht Lebensgefahr durch umfallende Bäume oder herabfallende Äste. Da diese Sperrungen häufig sehr kurzfristig erfolgen, können meist keine umfangreichen Umleitungen ausgeschildert werden, ergänzt Forstwirt Alexander Pfeiffer.

Forstwege freihalten für Notfälle

Zur Aufrechterhaltung der Rettungskette Forst bitten die Forstleute alle Waldbesucher, auf den ausgewiesenen Parkplätzen zu parken und Forstwege nicht zu blockieren, damit diese im Notfall für die Rettungsdienste befahrbar sind.

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