Fahrrad-Demo

"Es gibt kein sicheres Radwegenetz in Marktoberdorf": Kinder demonstrieren

Vier Kilometer durch die Stadt ging es am Sonntag bei der Fahrraddemonstration „Kidical Mass“ in Marktoberdorf, an der sich 64 Radfahrer beteiligten. Die Initiatoren setzen sich für eine „Mobilitätswende von unten“ ein.

Vier Kilometer durch die Stadt ging es am Sonntag bei der Fahrraddemonstration „Kidical Mass“ in Marktoberdorf, an der sich 64 Radfahrer beteiligten. Die Initiatoren setzen sich für eine „Mobilitätswende von unten“ ein.

Bild: Heinz Budjarek

Vier Kilometer durch die Stadt ging es am Sonntag bei der Fahrraddemonstration „Kidical Mass“ in Marktoberdorf, an der sich 64 Radfahrer beteiligten. Die Initiatoren setzen sich für eine „Mobilitätswende von unten“ ein.

Bild: Heinz Budjarek

Kinder und Erwachsene haben in Markoberdorf für ein sichereres Radwegenetz demonstriert. Wo laut Initiatorin Birgit Glas die Hauptprobleme liegen.
11.10.2021 | Stand: 04:00 Uhr

„Angstfreies Radeln für alle“: Das forderte die Fahrradaktion „Kidical Mass“ am Sonntag in Marktoberdorf. Bei einer Fahrraddemonstration im Rahmen der Ostallgäuer Klimawoche machten die Teilnehmer insbesondere auf die Rechte von radelnden Kindern aufmerksam. 64 Teilnehmerinnen und Teilnehmer radelten dafür vier Kilometer durch die Stadt. „Wir möchten damit eine Mobilitätswende von unten erreichen“, sagt Birgit Glas aus Marktoberdorf. Sie hat die Aktion zusammen dem Bündnis Nachhaltiges Marktoberdorf organisiert und sagt: „Es gibt kein durchgehendes, sicheres Radwegenetz in Marktoberdorf.“

"Radwege, die in Marktoberdorf im Nichts enden"

Im kleinen Radius sei Marktoberdorf auf ausgewählten Strecken fahrradfreundlich – auch für Kinder. Und doch gebe es Stellen, die durchaus kritisch sind. „Die Verkehrssituation am Schulzentrum ist zu Stoßzeiten sehr chaotisch, gefährlich und stressig“, sagt Glas. Ein weiteres Problem seien Fahrradwege, die einfach im Nichts enden – „wie an der AOK-Kreuzung“, nennt Glas als Beispiel. „Kinder sind im Verkehr immer besonders gefährdet. An Ihren Bedürfnissen sollte sich Verkehrsplanung orientieren.“ Die Demonstrierenden forderten deshalb mehr Platz und Sicherheit.

Stadt schafft neue Abstellplätze

Vor einem Jahr fand die erste „Kidical Mass“-Aktion in Marktoberdorf statt. Bürgermeister Wolfgang Hell traf sich anschießend zum Gespräch mit den Initiatoren. Bei Projekten wie dem Neubau der Martinsschule werde die Situation fahrradfahrenden Kinder und Eltern berücksichtigt, sagte Hell damals. Zudem versprach er mehr komfortable Abstellmöglichkeiten. Im Juli und im September wurden mehrer Abstellanlagen im Stadtzentrum installiert.