Lebensmittel vor der Tonne retten

"Fairteiler" in Marktoberdorf: Zugang ist nun barrierefrei

Bei der Einweihung des neuen barrierefreien Zugangs (von links): Carmen Kugler, Edda Settekorn und Alexander Stempfle, Geschäftsführer des Sanitätshaus Wittlinger.

Bei der Einweihung des neuen barrierefreien Zugangs (von links): Carmen Kugler, Edda Settekorn und Alexander Stempfle, Geschäftsführer des Sanitätshaus Wittlinger.

Bild: Foodsharing Marktoberdorf

Bei der Einweihung des neuen barrierefreien Zugangs (von links): Carmen Kugler, Edda Settekorn und Alexander Stempfle, Geschäftsführer des Sanitätshaus Wittlinger.

Bild: Foodsharing Marktoberdorf

Seit einem halben Jahr gibt es den "Fairteiler" in Marktoberdorf. Dort gibt es kostenlos Lebensmittel, die vor der Tonne gerettet wurden.
05.11.2021 | Stand: 13:31 Uhr

Seit knapp einem halben Jahr gibt es in der Salzstraße Marktoberdorf den sogenannten „Fairteiler“. In einem kleinen Holzhäuschen neben der Arbeiterwohlfahrt können kostenlos Lebensmittel abgeholt werden, die sonst in der Tonne landen würden. Das Neue: Der Zugang ist seit Kurzem auch barrierefrei. „Unser Angebot an geretteten Lebensmitteln soll für alle Menschen zugänglich sein“, sagt Carmen Kugler, Mitorganisatorin der Foodsharing-Gruppe Marktoberdorf.

Carmen Kugler vom Bündnis Nachhaltiges Marktoberdorf und ihre Helferinnen und Helfer haben beschlossen, der Verschwendung von Lebensmitteln den Kampf anzusagen. Sie riefen deshalb den „Fairteiler“ ins Leben. Der Holzschuppen, den die AWO zur Verfügung stellte, wird täglich mit unverkauften Nahrungsmitteln befüllt, die bei Supermärkten oder Bäckereien sonst in der Tonne landen würden.

"Fairteiler Marktoberdorf steht für alle offen"

Verschenken statt wegwerfen, lautet die Devise. Über drei Monate arbeiteten sie daran, den Sammelpunkt für Lebensmittel einzurichten. Nicht nur aus Supermärkten und Bäckereien gerettete Lebensmittel finden im „Fairteiler“ Abnehmer, auch Privatpersonen können dort Nahrungsmittel abgeben. „Der Fairteiler steht für alle offen“, sagt Kugler: von Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr. Die Foodsaver arbeiteten auch eng mit der Tafel zusammen. Wenn dort Lebensmittel keine Abnehmer finden, werden diese in den „Fairteiler“ gebracht. Was und wie viel die Foodsaver von den Lebensmittelmärkten bekommen und in den „Fairteiler“ bringen können, sei nicht absehbar. Es sei jedes Mal wie ein Überraschungsei.

Spende macht Rampen möglich

Bisher blockierte jedoch eine Schwelle den Zugang zu dem kleinen Häuschen. Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen mit Rollatoren kamen nur schwer oder gar nicht in das Häuschen. Dies änderten die Ehrenamtlichen. Dank einer Spende des Sanitätshaus Wittlinger konnte die Stolperschwelle nun beseitigt werden. Das Sanitätshaus Wittlinger spendete zwei Rampen, über die der Raum nun auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erreichbar ist.

Barrierefreiheit ist der Marktoberdorfer Foodsharing-Gruppe ein großes Anliegen: „Die Spende von Sanitätshaus Wittlinger hat dies nun möglich gemacht, der Fairteiler ist fair! Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Carmen Kugler.

Lesen Sie auch
##alternative##
Helfer gesucht

Wie die Allgäuer Hilfsorganisation Humedica Kinder zu Weihnachten glücklich macht