Gebühren

Ferienkindergarten in Obergünzburg: Eltern zahlen 2022 doppelt so viel

Die Marktgemeinde Obergünzburg bietet in den Sommerferien wieder einen Ferienkindergarten an.

Die Marktgemeinde Obergünzburg bietet in den Sommerferien wieder einen Ferienkindergarten an.

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolfoto)

Die Marktgemeinde Obergünzburg bietet in den Sommerferien wieder einen Ferienkindergarten an.

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolfoto)

Die Marktgemeinde Obergünzburg bietet dieses Jahr wieder eine Betreuung in den Sommerferien an. Ein neues Konzept führt dazu, dass Eltern mehr zahlen müssen.
13.03.2022 | Stand: 04:00 Uhr

In den Sommerferien 2022 wird es in Obergünzburg wieder einen Ferienkindergarten geben. 2021 war er erstmals seit 2008 wegen Personalmangels ausgefallen. Jedoch gelten in diesem Jahr neue Beiträge. Das geänderte Konzept führt dazu, dass sich der Elternbeitrag von 25 Euro pro Kind und Woche auf 50 Euro verdoppelt. Bürgermeister Lars Leveringhaus betonte, es sei der Gemeinde ein Anliegen, dass durchgehend Kinderbetreuung angeboten werden könne.

Marktrat Florian Ullinger bekräftigte, dass der Ferienkindergarten eine gute Sache sei. „Sechs Wochen Sommerferien sind für manche Eltern doch eine Herausforderung“, meinte er. Das Angebot des Ferienkindergartens gilt während der vier Wochen, in denen die kommunalen Kindergärten geschlossen sind und das Personal im Urlaub ist. Damit berufstätige und insbesondere alleinerziehende Eltern während dieser Zeit nicht auf Kinderbetreuung verzichten müssen, wird im Kindergarten Sonnenschein für Kinder von drei bis acht Jahren von 7.30 bis 13.30 Uhr eine Betreuung durch Fachpersonal angeboten, das von einem externen Dienstleister zur Verfügung gestellt wird. Dafür fallen je Gruppe von zehn Kindern 5600 Euro an Betreuungskosten an.

Ferienkindergarten in Obergünzburg ist gut besucht

Da bisher meist etwa 30 Kinder in den Ferienkindergarten gingen, ist mit Gesamtkosten von knapp 17.000 Euro zu rechnen. 6000 Euro davon sollen durch die Elternbeiträge finanziert werden; eine Förderung durch den Freistaat gibt es nicht.

Ein zweiter Beschluss des Marktrats galt der Versorgung von herrenlosen beziehungsweise entlaufenen Haustieren, die im Gemeindegebiet aufgefunden werden. Da die Fundtierversorgung zu den kommunalen Pflichtaufgaben gehört, zahlte die Marktgemeinde bisher die medizinische Behandlung und Unterbringung im Tierheim nach Rechnungsstellung durch den Tierschutzverein Marktoberdorf. Diese Kosten waren in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, zudem entstand ein vergleichsweise hoher Verwaltungsaufwand durch die Bearbeitung der einzelnen Fundtiermeldungen und -rechnungen.

Zukünftig wird das anders: Der Marktrat beschloss einstimmig eine Pauschalvereinbarung mit dem Tierschutzverein Marktoberdorf. Nach dieser zahlt die Marktgemeinde im Jahr je Einwohner einen Euro an den Verein. Das entspricht etwa 6300 Euro im Jahr. Im Gegenzug dazu können alle Fundtiere aus dem Gemeindegebiet im Tierheim Marktoberdorf abgegeben werden und der Gemeinde entstehen keine weiteren Kosten.

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Das Alltagswegeradnetz der Marktgemeinde soll durch einen Ausbau vorhandener Wege nach Willofs beziehungsweise Ebersbach gestärkt werden. In einem ersten Schritt soll der Weg auf einer Länge von 1,7 Kilometer von Obergünzburg an der Mühlenbergquelle vorbei nach Reichholz und zur Kreisstraße 11 wirtschaftswege- und winterdiensttauglich ausgebaut werden. Da wegen der schwierigen Bedingungen durch einen steilen Anstieg sowie steile Böschungen mit Kosten von etwa 2,6 Millionen Euro zu rechnen ist, wurde eine Bewerbung für das Förderprogramm Radoffensive Bayern eingereicht. In diesem Programm beträgt die Förderquote 80 bis 90 Prozent. Im nächsten Schritt soll die Entwurfsplanung für diese Trasse beauftragt werden.

Bürgermeister Lars Leveringhaus dankte allen Feuerwehrleuten, BRK-Kräften und Polizisten, die beim Wohnhausbrand in Neuenried im Einsatz waren. Es sei ein „sehr anstrengender und anspruchsvoller Einsatz“ gewesen. Leveringhaus ist stolz darauf, dass die Feuerwehr in der Lage sei, solche herausfordernden Einsätze zu managen. Auch die neu eingebaute Schlauchwaschanlage habe sich bewährt.

Der Marktgemeinderat legte zudem eine Gedenkminute für die Opfer des Krieges in der Ukraine ein und gedachte auch der Kommunen, die verzweifelt versuchten, ihre Bürger zu schützen. Am Sonntag, 13. März, soll um 20.15 Uhr auf dem Obergünzburger Marktplatz eine Mahnwache für den Frieden stattfinden.

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