Feuerwehren

Mit diesen Trümpfen werben die Ostallgäuer Wehren für sich

Markus Barnsteiner ist als Kreisbrandrat für das Ostallgäu wiedergewählt worden. Er hatte seine über 100 Wehren durch die Zeit der Pandemie geführt. Aber nicht allein dafür war ihm Landrätin Maria Rita Zinnecker dankbar.

Markus Barnsteiner ist als Kreisbrandrat für das Ostallgäu wiedergewählt worden. Er hatte seine über 100 Wehren durch die Zeit der Pandemie geführt. Aber nicht allein dafür war ihm Landrätin Maria Rita Zinnecker dankbar.

Bild: Andreas Filke

Markus Barnsteiner ist als Kreisbrandrat für das Ostallgäu wiedergewählt worden. Er hatte seine über 100 Wehren durch die Zeit der Pandemie geführt. Aber nicht allein dafür war ihm Landrätin Maria Rita Zinnecker dankbar.

Bild: Andreas Filke

Kommandanten wählen Kreisbrandrat Barnsteiner wieder. Er führte die Wehren durch eine schwierige Zeit. So fällt diesmal seine Bilanz in der Corona-Pandemie aus.
20.09.2021 | Stand: 11:49 Uhr

Einen großen Wahlerfolg hat der Ostallgäuer Kreisbrandrat Markus Barnsteiner bei der Kommandanten-Dienstversammlung der Ostallgäuer Kommandantinnen und Kommandanten im Modeon in Marktoberdorf verbucht: 81 von 89 bestätigten ihn im Amt. Barnsteiner freute sich über das gute Ergebnis und bedankte sich bei allen für die Verlässlichkeit, die große Unterstützung und den persönlichen Einsatz gerade in der Zeit von Corona.

Wiederwahl in Marktoberdorf

„Kein Feuer, kein Unglück macht Halt vor einer weltweiten Pandemie“, sagte Barnsteiner. „Es war und ist eine große Herausforderung für uns alle.“ Mitten im normalen Dienstbetrieb folgte der Lockdown. „Ausbildung, gemeinsame Übungen: Auf einmal konnten wir nicht mehr üben. Doch die Einsätze blieben trotzdem.“ Über 1800 waren es im Jahr 2020. Dabei wurden seinen Worten zufolge gemeinsam mit Rettungsdienst und Notärzten 281 Personen gerettet – sei es bei Unfällen, bei Bränden, bei hilflosen Lagen in der eigenen Wohnung oder wenn Türen geöffnet werden mussten, damit die Betroffenen medizinisch versorgt werden konnten.

Barnsteiner richtete den Dank an seine Feuerwehrleute, die mit der AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) den Dienstbetrieb wieder zum Laufen brachten. „Ich konnte mich auf meine Mitglieder in den Inspektionen verlassen“, sagte der Kreisbrandrat, der zudem auf Seminare, Infotage, Ausbildungen, Pflege der Geräte und vieles mehr einging.

Was Barnsteiner in Marktoberdorf verspricht

Barnsteiner lobte auch das gute Verhältnis zum Landratsamt, zu den Bürgermeistern, Verwaltungen, den Entscheidungsgremien. „Gemeinsam kann man sehr viel erreichen und wir haben sehr viel erreicht“, sagte er. Nach einer kurzen Bilanz seiner bisher zwölfjährigen Amtszeit als Kreisbrandrat wünschte sich Barnsteiner eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Er versprach, „seine Feuerwehren“ in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

„Helfen ist Trumpf“: Mit diesem Leitwort wirbt zurzeit der Landesfeuerwehrverband Bayern um Mitglieder. Auf den Trumpfkarten eines Schafkopfspiels sind vier Aktive mit ihrer typischen Ausrüstung dargestellt, die sie zum Retten, Löschen, Bergen und Schützen brauchen. Die Banner waren im Modeon aufgestellt. Diese Trümpfe ziehen auch die Feuerwehren im Ostallgäu. „Ohne sie wird es nicht gehen. Wir wissen, was wir an ihnen haben“, sagte deshalb Landrätin Maria Rita Zinnecker in ihrer Begrüßung. Sie ging auf Corona-Pandemie und Lockdown ein und erwähnte, wie sich das Vereinsleben in diesen 18 Monaten verändert hat.

Ostallgäuer Landrätin zieht den Hut

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Weil die Einsatzzahlen trotzdem sehr hoch waren, stellte Zinnecker wieder eine Finanzspritze in gleicher Höhe wie bisher in Aussicht. Sie äußerte sich beeindruckt von den Einsatzzahlen. „Hinter jeder Zahl steckt auch ein Mensch. Man muss den Hut ziehen vor der Feuerwehr in dieser schweren Zeit“, sagte sie.

An Barnsteiner gerichtet, sagte sie, er habe sich in den bis dato 4351 Tagen als Kreisbrandrat große Verdienste in der Feuerwehr erworben hat. Zinnecker bezeichnete ihn als „Qualitäter durch und durch“, als großer Organisator nicht nur bei der Maskenbeschaffung, als „unerschütterliche Stütze“ in Einsätzen, aber auch in München auf Landesebene und dankte ihm für sein großes Engagement. „Er ist nicht umsonst so hochdekoriert.“ Zugleich richtete sie ihren Dank an alle Feuerwehrmitglieder.

Barnsteiner gab zum Abschluss noch Termine und Vorschläge für Workshops, Mitgliedergewinnung, Funkeinsatz, 3G-Regel und mehr bekannt.