Seeg-Lengenwang

First Responder: Ehrenamtliche rücken 2021 zu sechs Kindernotfällen aus

Die Anzahl der Einsätze der First Responder in Seeg-Lengenwang ist 2021 gestiegen.

Die Anzahl der Einsätze der First Responder in Seeg-Lengenwang ist 2021 gestiegen.

Bild: First Responder (Symbolfoto)

Die Anzahl der Einsätze der First Responder in Seeg-Lengenwang ist 2021 gestiegen.

Bild: First Responder (Symbolfoto)

Sie sind oft die ersten vor Ort und kümmern sich um Reanimation und Kindernotfälle unter anderem bei Verkehrsunfällen. 2021 stieg die Anzahl der Einsätze.
04.01.2022 | Stand: 11:30 Uhr

Auch im zweiten Dienstjahr konnte die Einsatzgruppe der First Responder Seeg-Lengenwang den Bürgerinnen und Bürger regelmäßig zut Hilfe eilen. 92 Mal wurden die ehrenamtlichen Helfer im Jahr 2021 durch die Integrierte Leitstelle zu Notfalleinsätzen alarmiert. Dies ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr – da waren es 57 Einsätze. Unter anderem bei sechs Reanimationen, elf Verkehrsunfällen sowie sechs Kindernotfällen konnten die Einsatzkräfte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes professionell die Zeit überbrücken, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zeitvorteil: First Responder sind vor Rettungswagen vor Ort

Das Einsatzfahrzeug wurde an den Wochenenden, Feiertagen und unter der Woche nachts durch die Ehrenamtlichen besetzt. Pro Monat entstehen so etwa 1000 Bereitschaftsstunden. Durchschnittlich traf das Einsatzteam rund zehn Minuten vor dem Rettungswagen am Notfallort ein. Wie auch im Jahr davor, wurden die Ersthelfer auch außerhalb der Gemeinden Lengenwang und Seeg gefordert. In 21 verschiedenen Gemeinden wurden die First Responder wegen ihres Zeitvorteils alarmiert. Dabei ging es beispielsweise mehrmals bis nach Füssen und Stötten am Auerberg. Die meisten Patienten wurden aber im Gemeindebereich Seeg (31 Einsätze) versorgt.

Im Fokus der Ehrenamtlichen stand wieder die Auffrischung des Gelernten. Regelmäßig trafen sich die Helferinnen und Helfer, um ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten für unterschiedliche Notfallsituationen zu festigen. Als Jahreshighlight stand ein Praxistag mit zwei externen Trainern zum Thema „Kindernotfälle“ auf dem Programm.

Spenden sind für First Responder elementar

„Wir sind stolz, dass sich unsere Gruppe etabliert hat und auch eine sehr positive Resonanz aus der Bevölkerung bekommt.“ sagt Johannes Schweitzer, Leiter der Einsatzeinheit. Die Ersthelfergruppe konnte sich weiterhin über Spenden von Privatpersonen, Gemeinden wie auch Firmen freuen und ist für diese Unterstützung sehr dankbar. Da bei den rein ehrenamtlichen Einsätzen keine Kosten abgerechnet werden, sind die Spenden elementar, um beispielsweise Ausbildung, medizinisches Material, Benzin, Versicherungen sowie persönliche Schutzausrüstung zu finanzieren. Auch Rücklagen für kommende Investitionen müssen vorausschauend gebildet werden.

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