Sterben wird deutlich teurer

Gebühren für Gräber in Obergünzburg steigen zum Teil um mehr als das Doppelte

Die Nutzungsgebühren für den Friedhof in Obergünzburg steigen jetzt massiv.

Die Nutzungsgebühren für den Friedhof in Obergünzburg steigen jetzt massiv.

Bild: Peter Roth

Die Nutzungsgebühren für den Friedhof in Obergünzburg steigen jetzt massiv.

Bild: Peter Roth

Bei Gräbern kommt eine erhebliche Verteuerung auf die Obergünzburger zu. So kommt die Teuerung zustande. Wie es mit mehreren Bauvorhaben weitergeht.
10.09.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Eine erhebliche Erhöhung der Gebühren für die Benutzung ihres Friedhofs kommt auf die Obergünzburger Bürgerinnen und Bürger zu. Da der bisherige Dienstleister für Friedhofsarbeiten den Vertrag mit der Günztaler Marktgemeinde gekündigt hat, musste eine neue Ausschreibung gemacht werden. Dadurch haben sich alle Friedhofsgebühren allerdings massiv verteuert, zum Teil sogar mehr als verdoppelt.

So massiv sind die Grab-Gebühren in Obergünzburg gestiegen

Das Öffnen und Schließen eines Kindergrabes, bis zum vollendeten 5. Lebensjahr, kostet künftig 1.150 Euro (bisher 432 Euro), ein Normalgrab für Erwachsene kostet künftig 1.450 Euro (bisher 864 Euro). Die Gebühren für Tiefgräber betragen 1.650 Euro (bisher 972 Euro), Umbettungen für Erdgräber 1.500 Euro (bisher 1620 Euro) Urnenerdgräber 500 Euro (bisher 216 Euro) und Umbettungen von Urnengräbern 500 Euro (bisher 324 Euro).

Lediglich das Benutzen eines Kompressors beim Herrichten eines Grabs wird bei Anfall mit 150 Euro pro Stunde berechnet – und bleibt somit fast bei dem gleichen Satz wie bisher.

Vize-Bürgermeister: Günstigsten Anbieter ausgewählt

Obergünzburgs Zweiter Bürgermeister Florian Ullinger, der die Sitzung leitete, sagte, dass auf Grundlage der Ausschreibung der günstigste Anbieter für den Obergünzburger Friedhof ausgewählt wurde. Die Gebühren seien für die Marktgemeinde ein durchlaufender Posten und entsprächen den Kosten, die vom Anbieter an die Marktgemeinde berechnet werden.

In Obergünzburg herrscht auch auf dem Friedhof FFP2-Maskenpflicht.
In Obergünzburg herrscht auch auf dem Friedhof FFP2-Maskenpflicht.
Bild: Barbara Kettl-Römer

Neben den Friedhofsgebühren war eine Reihe wichtiger Hochbaumaßnahmen Thema im Obergünzburger Marktrat

  • Baumaßnahmen: Die Bauarbeiten an der Jahnturnhalle sind weitestgehend abgeschlossen, hieß es im Marktrat. Der Innenbereich wird voraussichtlich bis zur Bundestagswahl fertiggestellt sein und kann daher im Oktober an Schule und Vereine übergeben werden.

  • Mit dem Bau der Schlauchpflegeanlage der Feuerwehr wiederum kann schon in Kürze begonnen werden.

  • Für das Mangoldhaus ist derweil eine Machbarkeitsstudie vorgelegt worden. Diese geht an die Regierung von Schwaben. Sie wird mitteilen, ob eine Kostenbeteiligung der Regierung erfolge.

Bauhof und Feuerwehr in Obergünzburg: Großeinsatz beim Starkregen

Zweiter Bürgermeister Ullinger bedankte sich bei den Mitarbeitern des Bauhofes und der Feuerwehr für ihre Einsätze beim Starkregen am vergangenen Dienstag. In kürzester Zeit seien 150 bis 200 Arbeitsstunden angefallen, in denen Rechen freigeräumt und Verschmutzungen auf der Staatsstraße nach Ronsberg beseitigt wurden. Von großen Überschwemmungen im Gemeindegebiet sei aber nichts bekannt.

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