Aus drei mach eins

Fusion von Ostallgäuer Volkshochschulen unter Dach und Fach

Am 3. Februar wird der Vertrag unterschrieben, der die Fusion der drei Volkshochschulen Marktoberdorf, Obergünzburg und Biessenhofen besiegelt.

Am 3. Februar wird der Vertrag unterschrieben, der die Fusion der drei Volkshochschulen Marktoberdorf, Obergünzburg und Biessenhofen besiegelt.

Bild: Dirk Ambrosch (Archivfoto)

Am 3. Februar wird der Vertrag unterschrieben, der die Fusion der drei Volkshochschulen Marktoberdorf, Obergünzburg und Biessenhofen besiegelt.

Bild: Dirk Ambrosch (Archivfoto)

Die Einrichtungen in Marktoberdorf, Biessenhofen und Obergünzburg tun sich in der Erwachsenenbildung zusammen. Welche Vorteile der Zusammenschluss hat.
26.01.2021 | Stand: 06:33 Uhr

Es hat länger gedauert als gedacht. Jetzt aber steht der Termin für die Gründung der gGmbH Volkshochschule Ostallgäu Mitte fest. Am 3. Februar wird der Vertrag unterschrieben, der die Fusion der drei Volkshochschulen Marktoberdorf, Obergünzburg und Biessenhofen besiegelt.

Nach dem Motto aus Drei mach ein Großes werde dieser Schritt viele Vorteile bringen, sagt Norbert Scheifele. Als Koordinator hat er für die Volkshochschule den Zusammenschluss vorbereitet. Aber erst das kommende Herbstprogramm wird unter dem Dach dieser neuen gGmbH laufen. „So lange wird es dauern, bis die nötigen operativen Schritte abgeschlossen sind“, sagt Scheifele. Das im April erscheinende, coronabedingt abgespeckte Programm für Frühjahr/Sommer wird noch von den herkömmlichen drei Volkshochschulen gestaltet.

Zwei Euro pro Einwohner

Die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung Ostallgäu Mitte ist jetzt beschlossene Sache. Allerdings machen zwei der neun gefragten Kommunen nicht mit: Rettenbach und Görisried wollen außen vor bleiben. Alle anderen haben sich – zuletzt in der vergangenen Woche Stötten – für eine Beteiligung entschieden, die mit einem finanziellen Beitrag von zwei Euro pro Einwohner verbunden ist und teils mit einer Einlage ins Stammkapital. Die finanzielle Lücke, die durch den Verzicht von Görisried und Rettenbach entsteht, muss allerdings geschlossen werden. „Die Bürger von Görisried und Rettenbach, die einen VHS-Kurs belegen, werden wohl tiefer in die eigene Tasche greifen müssen als die Bürger der anderen Gemeinden“, sagt Scheifele.

Mehr als zwei Jahre Vorbereitung

Mehr als zwei Jahre lang wurde die Fusion der drei Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu vorbereitet. Viele Male hat der Projektleiter dieser Neufassung der Erwachsenenbildung, Norbert Scheifele, die Ziele, die Vorteile und die Kosten insbesondere in den Gemeinderäten der betroffenen Kommunen dargestellt. Einzig die Gremien in Görisried und Rettenbach am Auerberg ließen sich nicht überzeugen. Im Boot aber sind Marktoberdorf, Stötten, Unterthingau, Kraftisried, Ronsberg sowie die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaften Biessenhofen und Obergünzburg.

Immer größer werden die Anforderungen an die VHS. Dies schlägt sich auch im neuen Erwachsenenbildungsgesetz nieder. Aus diesem gesetzlichen Auftrag heraus sei es nötig, Volkshochschulen auf professionellere Beine zu stellen, sagt Scheifele. Und nur größere Gebilde würden noch staatlich gefördert.

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Ob Vorträge oder Kurse jeglicher Art: Die Erwachsenenbildung werde immer bedeutender, sagt Scheifele weiter. Dabei liege es immer mehr im Trend, sie wohnortnah anzubieten. Es bestünden hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagement und die Anzahl der Kurse. Die Fusion bringe viele Vorteile für die Nutzer der Volkshochschulen mit sich. Das könnte sich zum Beispiel bei den dann zentralen Anmeldungen bemerkbar machen, aber auch beim erweiterten Angebotsumfang. Bestehen bleiben sollen die bisherigen Anlaufstellen mit ihren Ansprechpartnern auch in Obergünzburg und Biessenhofen