Vogelgrippe

Geflügelpest in Friesenried? - Behörden prüfen Verdacht im Ostallgäu

In Friesenried im Ostallgäu prüfen Behörden derzeit den Anfangsverdacht der Geflügelpest. Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs. Aufgrund der Tierseuche gilt auch im Landkreis derzeit eine Stallpflicht für Geflügel.

In Friesenried im Ostallgäu prüfen Behörden derzeit den Anfangsverdacht der Geflügelpest. Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs. Aufgrund der Tierseuche gilt auch im Landkreis derzeit eine Stallpflicht für Geflügel.

Bild: Roland Weihrauch, dpa (Symbolbild)

In Friesenried im Ostallgäu prüfen Behörden derzeit den Anfangsverdacht der Geflügelpest. Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs. Aufgrund der Tierseuche gilt auch im Landkreis derzeit eine Stallpflicht für Geflügel.

Bild: Roland Weihrauch, dpa (Symbolbild)

Ist die Geflügelpest im Ostallgäu angekommen? In Friesenried geht das Veterinäramt einem Verdacht nach - von dort sollen infizierte Hühner verkauft worden sein.
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Von Allgäuer Zeitung
01.04.2021 | Stand: 10:57 Uhr

Veterinär-Behörden prüfen derzeit den Verdacht, dass die Geflügelpest über Handelsbeziehungen in den Landkreis Ostallgäu gelangt sein könnte. Laut Mitteilung des Landratsamtes soll ein Handelsstall in Friesenried betroffen sein. Dort wurden lebende Hühner aus einem großen Bestand in Nordrhein-Westfalen eingekauft und weiterverkauft. In dem nordrhein-westfälischen Betrieb sind Hühner in der Zwischenzeit teils positiv auf den Erreger der hochansteckenden Vogelgrippe getestet worden.

Ob infizierte Tiere auch nach Friesenried gelangten und von dort womöglich bereits weiterverkauf wurden, prüfen nun die Behörden.

Das Veterinäramt ermittelt derzeit, wohin Geflügel aus dem Handelsstall in Friesenried verkauft worden ist. Abnehmer, die zwischen dem 11. März 2021 und 20. März 2021 lebende Hühner in Friesenried gekauft haben, sollten sich unverzüglich beim Veterinäramt des Landkreises Ostallgäu melden. Das geht entweder per Telefon unter 08342/911-213 oder per E-Mail an veterinaeramt@lra-oal.bayern.de.

Geflügelpest: Stallpflicht im Ostallgäu seit 11. März 2021

In diesem Zusammenhang weist die Behörde eindringlich darauf hin, dass die seit 11. März gültige Stallpflicht für Geflügel im Ostallgäu konsequent eingehalten werden muss. Durch sie soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und eine gegenseitige Ansteckung und Einschleppung verhindert werden. Die Stallpflicht gilt auch im Oberallgäu und in Teilen des Unterallgäus.

Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht angefasst werden und Funde dem Veterinäramt gemeldet werden. Halter von Geflügel werden gebeten, ihre Haltungen beim Veterinäramt anzumelden, sofern das noch nicht geschehen ist (Lesen Sie dazu: Vogelgrippe in Bayern: Was man über die Geflügelpest wissen muss).

Vogelgrippe breitet sich seit Herbst 2020 in Deutschland aus

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Bundesweit breitet sich die Geflügelpest seit Herbst 2020 aus. Der erste Fall in einem Nutztier-Betrieb wurde in einer kleinen Hühnerhaltung in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Wenig später erreichte die Vogelgrippe auch Bayern, erste Fälle gab es im Landkreis Passau. Anfang März 2021 waren bereits über 700 Fälle in Deutschland amtlich festgestellt worden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL hat weitere Informationen zu aktuellen Maßnahmen bereitgestellt.